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Freitag, 10.11.2006

Ganztagsbetrieb an Brühler Schulen in vollem Gang

Brühl (bpm) Nachdem die St. Franziskus-Grundschule im Schuljahr 2004/2005 als erste Brühler Schule den Ganztagsbetrieb aufgenommen hatte, zogen zu Beginn des aktuellen Schuljahres mit der Martin Luther-Schule, der Astrid Lindgren-Schule sowie der Katholischen Grundschule Brühl-Vochem gleich 3 weitere Grundschulen nach und starteten ebenfalls mit dem Programm der Offenen Ganztagsschule. Im nächsten Schuljahr 2007/2008 werden darüber hinaus die Gemeinschaftsgrundschule Brühl-Badorf sowie die Melanchthonschule ihren Offenen Ganztagsbetrieb im Primarbereich aufnehmen. "Offen" bedeutet hier, dass die Eltern die Wahl haben, ihr Kind über den normalen Schulbetrieb hinaus bis in den Nachmittag (mind. bis 15:00 Uhr) betreuen zu lassen.

Im Gegensatz dazu läuft der zu Schuljahresbeginn an der Clemens August Hauptschule gestartete Gebundene Ganztagsbetrieb unter Teilnahmepflicht. Für die diesjährige Eingangsklasse 5 sowie für alle zukünftig in die Hauptschule eintretenden SchülerInnen ist die Teilnahme am Ganztagsbetrieb somit verpflichtend.

Mit einem Gesamtkostenvolumen i.H.v. 10.005.000 € realisiert die Stadt Brühl derzeit die erforderlichen Um- bzw. Neubaumaßnahmen an den betroffenen Schulen. Seitens des Bundes werden diese Projekte mit einem Zuschussbetrag von 4.700.000 € gefördert, so dass ein städtischer Anteil von 5.305.000 € verbleibt. Der Zuschuss pro Betreuungsgruppe (= 25 Kinder) beträgt 115.000 €, wovon ein Anteil in Höhe von 80.000 € für Umbau-, Ausbau- oder Neubaumaßnahmen vorgesehen ist, 25.000 € entfallen auf die Ersteinrichtung einschließlich Ausstattung mit Lehr- und Lernmitteln und die verbleibenden 10.000 € werden für die Renovierung geeigneter Räume sowie für Außenanlagen eingesetzt.

Die Baumaßnahmen im Primarbereich berücksichtigen insbesondere die Bereitstellung von Gruppen- und Nebenräumen sowie die Herrichtung einer Ausgabeküche mit Essbereich. Hinzu kommen sanitäre Anlagen sowie Verwaltungsräume.

Auf dem Schulgelände der Clemens August-Hauptschule entsteht derzeit ein zweistöckiger Neubau mit einer Gesamtbruttofläche von 2.770 qm. Nach Fertigstellung werden hier ein Speiseraum, eine Küche, verschiedene Spiel- und Erholungsräume, Mehrzweckräume, Ruheräume, Sanitäranlagen sowie Bürobereiche für den Ganztagsbetrieb zur Verfügung stehen.

Im Runderlass vom 12.02.2003 schrieb das Land NRW die Ziele und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule fest und stellte dabei mehr Zeit für Bildung und Erziehung, eine individuelle Förderung sowie eine verbesserte Spiel- und Freizeitgestaltung heraus. Auf dieser Grundlage bietet die Ganztagsschule zusätzlich zum planmäßigen Unterricht eine qualifizierte Hausaufgabenbetreuung, eine bedarfsgerechte Einzelförderung der Kinder, Sprachförderung für ausländische Kinder, Aktivitäten, Arbeitsgemeinschaften und Projekte verschiedenster Art, Angebote zur musisch-künstlerischen Bildung und Erziehung sowie Bewegung, Spiel und Sport und nicht zuletzt geschlechtsspezifische und interkulturelle Angebote an.

Der Beschluss zur Aufnahme des Ganztagsbetriebes erfolgte im Rat der Stadt Brühl, nachdem zuvor entsprechende Entscheidungen und Empfehlungen in den jeweiligen Schulkonferenzen bzw. im Schul- und Sportausschuss getroffen wurden. Während die Katholische Grundschule St. Franziskus in den Schuljahren 2004/2005 und 2005/2006 unter städtischer Trägerschaft lief, hat der Caritasverband Rhein-Erft mit Beginn des Schuljahres 2006/2007 hier die Trägerschaft übernommen. Die Grundschulen Martin Luther-Schule, Astrid Lindgren-Schule sowie Brühl-Vochem starteten unter Trägerschaft des Rapunzel Kinderhauses Kerpen e.V.

Bürgermeister Michael Kreuzberg setzt mit der Verbesserung von Bildungs-Chancen sowie mit einer stetigen Entwicklung der Jugendförderung besondere Schwerpunkte seiner Arbeit. Die Einführung des Offenen Ganztagsbetriebes an sechs von insgesamt acht Brühler Grundschulen sowie die Einführung des Gebundenen Ganztagsbetriebes an der Clemens August-Hauptschule zeigen, wie ernst das Stadtoberhaupt sich dieser Herausforderung verpflichtet fühlt. Allein im Primarbereich werden im nächsten Schuljahr rd. 500 Kinder im Ganztagsbereich betreut werden.

Mit der Einführung des Ganztagsbetriebes an der Pestalozzischule wartet bereits die nächste Aufgabe. Dazu hat die Schulkonferenz kürzlich den entsprechenden Beschluss herbeigeführt, so dass der Schulträger ab sofort auch hier mit den vorbereitenden Arbeiten beginnen kann, um den Start im Schuljahr 2007/2008 sicherzustellen.





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