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Montag, 09.01.2012

Trauer um großen Sohn der Stadt

Tief berührt trauert die Stadt Brühl um ihren großen Sohn. Professor Helmut Müller-Brühl verstarb in dieser Woche im Alter von 78 Jahren und wird am kommenden Montag in seiner Heimatstadt beigesetzt.

Bürgermeister Kreuzberg rühmt Helmut Müller-Brühl als herausragenden Künstler und als große Persönlichkeit, der Brühl viel zu verdanken habe. Verewigt habe sich Müller-Brühl zweifellos in der Musik und in seinem Lebenswerk, den Brühler Schlosskonzerten.

Durch seine unendliche Schaffenskraft und sein künstlerisches Können hat er eine Institution aufgebaut. Unter seiner Leitung bildeten das Kölner Kammerorchester und die Capella Clementina fast 40 Jahre lang das künstlerische Rückgrat der Brühler Schlosskonzerte. Sein Ziel, mit dieser Konzertreihe Schloss Augustusburg aus dem damals drohenden Museumsschlaf zu erwecken und einem breiten Publikum zugänglich zu machen, hat er erreicht - und mehr noch als das: Brühls Beiname "Kulturstadt" ist nicht zuletzt ein Verdienst der Brühler Schlosskonzerte, deren Existenz Professor Müller-Brühl zu verdanken ist.

Bereits durch die Verbindung seines Namens mit dem seiner Heimatstadt hat Helmut Müller-Brühl stets bekundet, wie er all seine Kraft und sein Talent in diese Aufgabe investiert. Über viele Jahrzehnte hinweg bis heute ziehen die Brühler Schlosskonzerte Musikfreunde von nah und fern nach Brühl. Hunderttausende Menschen haben mit dem großartigen Gesamterlebnis von Musik in Verbindung mit der überwältigenden Atmosphäre des Treppenhauses von Schloss Augustusburg eine einmalige Erinnerung an Brühl mit nach Hause genommen.

Darüber hinaus hat Professor Müller-Brühl seiner Geburtsstadt aber auch durch seine internationale Gastspieltätigkeit großes Ansehen im In- und Ausland eingebracht. Bürgermeister Kreuzberg betont, dass er froh sei, dass die jeweiligen Verantwortlichen der Stadt bereits zu seinen Lebzeiten die großen Verdienste Müller-Brühls anerkannt hätten. So habe der Rat der Stadt Brühl im Jahre 1983 beschlossen, Helmut Müller-Brühl zum Dank und zur Anerkennung für seine großartigen Leistungen die Ehrenplakette zu überreichen. Die Auszeichnung wurde durch die Eintragung in das Goldene Buch der Stadt Brühl unterstrichen.
Zehn Jahre später, 1993, ließ es sich die Stadt nicht nehmen, Helmut Müller-Brühl eine weitere Ehrung zuteil werden zu lassen und ihn mit dem Ehrenring der Stadt Brühl auszuzeichnen. Doch auch nachdem Professor Helmut Müller-Brühl die Leitung der Brühler Schlosskonzerte abgegeben hatte, blieb er für die Stadt Brühl ein großer künstlerischer Kenner und Berater.

Als im Jahre 2007 die "Kulturstiftung für die Stadt Brühl" gegründet wurde, war es für Bürgermeister Kreuzberg keine Frage, wen man als Brühler Künstler in den Stiftungsrat berufen sollte: Es war Professor Helmut Müller-Brühl. Er hat den Zweck der Stiftung, nämlich den Erhalt des kulturellen Erbes und die nachhaltige Stärkung der lebendigen Kultur Brühls, stets mit Rat und Tat unterstützt. Vier Jahre lang war er als Mitglied im Stiftungsrat tätig und bat erst zuletzt, als ihn seine Kräfte krankheitsbedingt verließen, um seine Ablösung. Eng blieb er aber auch den Schlosskonzerten verbunden, nicht nur als Ehrenintendant. Mit einem Konzert im Brühler Treppenhaus feierte er im Juni 2008 mit einem furiosen und umjubelten Konzert seinen 75. Geburtstag und den Abschied von seiner 50jährigen Karriere. Im Jahre 2009 ging für ihn ein letzter, großer Traum in Erfüllung: Zusammen mit seinem Kölner Kammerorchester gestaltete er zu Pfingsten den musikalischen Teil der Papstmesse im Petersdom. Diese große Ehre kam bisher nur Herbert von Karajan zu.

Bei all seinen Erfolgen und seinem überregionalen künstlerischen Ruhm vergaß Professor Helmut Müller-Brühl aber nie die Menschen, die vom Glück weniger gesegnet waren. So setzte er seine künstlerischen Fähigkeiten immer wieder uneigennützig für gute Zwecke ein. Beispielhaft sei hier genannt die "Philharmonische Nacht" 1993 als Benefizkonzert zugunsten der UNO-Flüchtlingshilfe für Bosnien oder auch im Jahre 2003 die Aufführung der "Hohen Messe" von Bach in der Kölner Philharmonie zugunsten einer Initiative für geistig und körperlich behinderte Kinder. Professor Helmut Müller-Brühl war nicht nur ein gefühlvoller Künstler, er war auch ein mitfühlender Mensch, der Demut lebte und dieser in seinem unnachahmlichen, inspirierenden Dirigat Ausdruck verlieh. Bürgermeister Kreuzberg: "Wir alle trauern um Herrn Professor Helmut Müller-Brühl und danken für das, was er getan hat, vor allem, wie er es getan hat. Sein künstlerisches Lebenswerk wird mit unserer Stadt stets untrennbar und unauslöschlich verbunden bleiben. Wir werden ihn und sein Wirken stets in ehrendem Gedenken halten. Er selbst hat mit seiner Musik dafür gesorgt, dass er für die Kulturstadt Brühl über das Jetzt und Hier hinaus lebendig bleibt!"





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