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Mittwoch, 06.08.2014

Brühler Jugendamt schützt 77 Kinder im Jahr 2013

Im Jahr 2013 haben die Jugendämter in Deutschland 42.100 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Alleine in Brühl musste das Jugendamt in 28 Fällen Brühl zu dieser Schutzmaßnahme greifen.

Das Jugendamt griff in diesen Fällen ein, weil sich ein Kind oder Jugendlicher in einer akuten Gefährdungssituation befand. Bei der Inobhutnahme von Jugendlichen handelt es sich in aller Regel um Selbstmelder, weil die Heranwachsenden zu Hause keine Lebensperspektive mehr für sich sehen.

Darüber hinaus bekam das Brühler Jugendamt im vergangenen Jahr 49 Hinweise auf mögliche Misshandlungen von Kindern und Jugendlichen. Es sind Nachbarn, Bekannte, Kinderärzte, Schulen und Kindertagesstätten, die aufmerksam waren und das Jugendamt auf den Plan riefen.

Das Jugendamt kümmert sich um jeden einzelnen Fall. 5 Fälle der Kindeswohlgefährdung stuften die Mitarbeiter im vergangenen Jahr als so alarmierend und schwerwiegend ein, dass sie die Kinder und Jugendlichen aus Familien herausholen mussten; und das, um sie zu schützen.

In solchen Fällen leiden Kinder und Jugendliche unter akuten Gefahren. Sie erleben schwere Konflikte in der Familie, Misshandlungen, sexuelle Gewalt. Dann ist die Herausnahme aus der Familie der letzte Ausweg - der "Rettungsring", den das Jugendamt werfen muss. Eine solche Entscheidung fällt nicht am Schreibtisch: "Wir gehen raus und machen Hausbesuche. Schließlich müssen wir uns ein genaues Bild verschaffen", sagt die für diesen Bereich verantwortliche Sozialarbeiterin Marion Flatten.

Wenn es darum geht, ein Kind aus einer Familie herauszuholen, um es zu schützen, dann geschieht dies in Einzelfällen notfalls auch gegen den erklärten Willen der Sorgeberechtigten. "Dabei schalten wir allerdings immer das Familiengericht mit ein. Das hat dann das letzte Wort und entscheidet, was für das Wohl des Kindes richtig und notwendig ist", so der Leiter des Brühler Jugendamtes, Lorenz Schmitz.

Für Kinder und Jugendliche, für die eine Rückkehr in ihre Familie nicht in Betracht kommt, sucht das Jugendamt dann eine geeignete Unterbringung - zum Beispiel eine Pflegefamilie. "Hier wartet das auf sie, was sie bislang vermisst haben: Aufmerksamkeit und Zuwendung, Zuneigung und Liebe. Es ist so etwas wie eine 'zweite Startchance fürs Leben' - mit deutlich besseren Vorzeichen", so Schmitz.

Den Eltern ein Kind entziehen zu müssen, bedeutet aber auch, es aus seinem sozialen Umfeld herauszuholen. Deshalb setzt das Jugendamt Brühl auf Prävention. Es bietet eine Fülle von Hilfen für belastete Familien an, um es erst gar nicht so weit kommen zu lassen.
Krisenmanagement - bevor es knallt und die Situation eskaliert, heißt die Lösung. Denn: "Jedes Kind, das in der eigenen Familie nicht mehr gut aufgehoben ist, ist ein Kind zu viel. Und immer steckt eine menschliche Tragödie dahinter", so der für das Jugendamt zuständige Dezernent, Andreas Brandt. Um dies zu verhindern, spannt das Jugendamt einen sicheren Schutzschirm für Kinder und Jugendliche in der eigenen Familie auf. Und wenn es sein muss, dann auch einen zweiten in der Pflegefamilie oder in einem Heim.





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