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Mittwoch, 19.08.2015

Ankunft der ersten Flüchtlinge

Nun ist es offiziell: Bürgermeister Freytag ist seitens der Bezirksregierung Köln ersucht worden, sofort und vorübergehend Unterbringungsmöglichkeiten für 150 Personen bereitzustellen. Die Unterkunft ist bis spätestens heute, 16.00 Uhr, bezugsfertig vorzuhalten. In Brühl rechnet man daher im Laufe des späten Nachmittags mit dem Eintreffen der Gruppe.

Die Bezirksregierung begründet die kurzfristige Ankündigung damit, dass aktuell eine krisenhafte Zuspitzung der Anzahl neuankommender Flüchtlinge im Land Nordrhein-Westfalen vorliege. Die Kapazitäten in den zentralen Unterbringungseinrichtungen und den Notunterbringungseinrichtungen des Landes seien bereits vollständig belegt und die Prognosen ließen keine Entspannung der Situation erwarten. Um die konkret drohende Obdachlosigkeit von Flüchtlingen zu verhindern, sei es daher notwendig, sofort neue Notunterkünfte zu schaffen. Aus diesem Grunde sei das Land Nordrhein-Westfalen gezwungen, auf die Mithilfe der Kommunen zurückzugreifen. Über die durch die Stadt Brühl in kommunaler Zuständigkeit bereits erbrachten Leistungen in der Flüchtlingsunterbringung hinaus nimmt man die Stadt nun im Wege der Amtshilfe in Anspruch.

Nach derzeitigem Planungsstand werden in den Notunterkünften Asylsuchende untergebracht, die bisher keine Schritte des Asylverfahrens in NRW durchlaufen haben. Die Personen werden so schnell wie möglich durch Verlegung in die Landeseinrichtungen in das Regelverfahren zurückgeführt. Wie sich die Gruppe genau zusammensetzt, wird man erst bei Ankunft erfahren.

Aufgrund der aktuellen Situation hatte Regierungspräsidentin Gisela Walsken noch am vergangenen Montag eine in Köln anberaumte Dienstbesprechung mit Bürgermeister Freytag kurzerhand nach Brühl verlegt. Sie wollte sich vor Ort über die Unterbringung der Brühler Flüchtlinge informieren und gleichzeitig die Gelegenheit nutzen, der Stadt Brühl für die Unterstützung zu danken. Für Bürgermeister Freytag ist es selbstverständlich, dass sich die Stadt unter den derzeitigen Umständen solidarisch zeigt und ihren Beitrag leistet: "Ich bin froh, dass wir uns rechtzeitig auf diese Situation vorbereitet haben. Nun können wir spontan helfen und sind auf die Ankunft der Flüchtlinge vorbereitet."

Während dessen werden die Arbeiten im ehemaligen Pflanzenmarkt in Brühl-Ost mit Hochdruck zum Abschluss gebracht. Die Herrichtung und Möblierung ist bereits abgeschlossen; zusätzliche, interne Sanitär- bzw. Duschmöglichkeiten werden noch geschaffen. Helfer und Dolmetscher stehen bereit, Cateringservice und Sicherheitsdienst warten auf Abruf.

Im Rahmen der Betreuung in der Kommune ist neben der Registrierung und Unterbringung auch die Versorgung mit Essen und Hygieneartikeln zu erbringen, es sind Waschmöglichkeiten zu schaffen, eine Taschengeldauszahlung vorzunehmen, Fahrdienste zu leisten und regelmäßig Bestandszahlen zu melden.

Die ärztliche Versorgung vor Ort wird durch Ärzte und Personal aus dem Brühler Krankenhaus sicher gestellt. Darüber hinaus leisten die kreiseigenen Gesundheitsämter Unterstützung. Brühler Ärzte, die sich bereits im Ruhestand befinden, haben sich spontan gemeldet um zusätzliche Untersuchungs- und Sprechstunden vor Ort anzubieten.

Der gesamte Betrieb der Notunterkunft soll laut Bitte der Bezirksregierung durch einen Betreuungsverband sichergestellt werden. Hier konnte mit dem Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Erft/Düren e.V. und seinem Geschäftsführer Martin Uhle eine in dem Bereich bereits erfahrene Hilfsorganisation gefunden werden, die gemeinsam mit einem Wachunternehmen rund um die Uhr für die Betreuung der Flüchtlinge sorgt und den Betrieb sowie die Sicherheit in der Einrichtung gewährleistet.

Der ASB übernimmt darüber hinaus die gesamte Koordination der vielen Hilfsangebote. Bürgermeister Freytag wirbt um Verständnis, dass voraussichtlich erst in der kommenden Woche eine Rückmeldung an die vielen Helferinnen und Helfer erfolgen kann, die sich bereits angeboten haben. Sobald der ASB den Betrieb übernommen hat, werden die Kontaktdaten bekannt gegeben. Auch ein Spendenkonto wird eingerichtet.

Bis dahin steht bei der Stadt Brühl ein zentraler Ansprechpartner zur Verfügung, der alle Fragen rund um das Thema Flüchtlinge beantwortet bzw. weiter leitet: Er ist erreichbar unter 02232/79-2404.
Eine Informationsveranstaltung für die Bürgerinnen und Bürger in Brühl-Ost und alle Interessierten findet statt am Dienstag, 25.8.2015, 19:30 Uhr im Jugendkulturhaus Passwort CULTRA, Schildgesstraße 112, Brühl.


Großbildansicht Regierungspräsidentin Walsken: "Die Kommunen stellen den Grundpfeiler für die Unterbringung von Flüchtlingen dar. Dass sie diese Aufgabe ernst nehmen, zeigt sich daran, dass sie schon vorsorglich nach Möglichkeiten zur Unterbringung suchen. Ohne den Einsatz der vielen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfer/-innen in den Kommunen könnte NRW die Flüchtlingsunterbringung nicht bewältigen. Es ist wichtig, dass wir alle an einem Strang ziehen, um den ankommenden Flüchtlingen eine gute und sichere Unterkunft zu ermöglichen." Von rechts nach links: Sozialdezernentin Stephanie Burkhardt, Bürgermeister Dieter Freytag, Regierungspräsidentin Gisela Walsken und der Leiter der Abteilung Wirtschaftsförderung und Liegenschaften, Markus Jouaux



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