Illustration links: Schloss AugustusburgIllustration rechts: Schloss Augustusburg

Dienstag, 25.08.2015

18 Stolpersteine in Brühl verlegt

Am Samstag, 22.08.2015 hat der Künstler Gunter Demnig 18 weitere Stolpersteine an neun verschiedenen Orten in der Brühler Innenstadt verlegt - Start war in der Hospitalstraße 5.
Großbildansicht Die Schülerinnen und Schüler der Isarel AG verlesen die Lebens- und Schicksalsdaten von Frieda Fröhlich, die bis zu ihrer Deportation nach Lodz/Litzmannstadt im Jahr 1941 in der Mühlenstraße 1 lebte.

Nachdem im Jahr 2003 aufgrund der Initiative der "Brühler Initiative für Völkerverständigung" und der Israel AG des Brühler Max Ernst Gymnasiums bereits 39 Stolpersteine in Brühl verlegt werden konnten, wurde das Stolpersteinprojekt in Anwesenheit von Bürgermeister Dieter Freytag sowie zahlreicher Gäste aus Rat und Kirche sowie Vertretern von Vereinen und Verbänden, der Israel AG des Max Ernst Gymnasiums, Brühler Stadtführerinnen und einiger Bürgerinnen und Bürger dort fortgeführt, wo die Menschen einst friedlich in unserer Mitte gelebt haben.

Beginn der Stolpersteinverlegung war in der Hospitalstraße 5, vor dem Haus, in dem Käthe Wolff und Adolf Karp bis zu ihrer Inhaftierung und Deportation lebten. Beide haben mit der Verlegung "ihrer" Stolpersteine vor ihrer letzten, freiwillig gewählten Wohnstätte ihren Namen wieder bekommen und hinterlassen damit ihre Spur dauerhaft in Brühl - Identität und Schicksal sind, soweit bekannt, ablesbar.

Weitere Stationen für die Stolpersteine waren in der Wallstraße, Uhlstraße, Kempishofstraße, Mühlenstraße sowie in der Bonnstraße. Die Schülerinnen und Schüler der Israel AG haben, um den Opfern des Holocaust auch ein Gesicht zu geben, an jeder der neun Verlegestellen die Lebens- und Schicksalsdaten vorgetragen und auch Bilder der Ermordeten gezeigt.

Bürgermeister Freytag wies in seiner Ansprache darauf hin, "dass die Stolpersteine auch in Brühl - einem von rund 1.300 Orten in Europa, in welchen bislang rund 53.000 Stolpersteine verlegt wurden - eine unübersehbare Spur gelegt haben. Eine Spur, die uns am Vergessen hindern will." All denen, die 70 Jahre nach Kriegsende meinen, dass man die Geschichte ruhen lassen solle, hält Freytag entgegen "Geschichte ist Vergangenheit und Zukunft, sie wird ständig fortgeschrieben. Es ist nie zu spät, Fehler auch vergangener Generationen einzugestehen, zu verarbeiten und aus diesem Grund ist die Verlegung der Stolpersteine völlig richtig."

Freytag bedankte sich bei allen, die an der Verwirklichung des Projektes Stolpersteine mitgewirkt haben sowie bei den zahlreichen Paten, die durch ihr Engagement das Projekt finanziell unterstützt haben. Dem Künstler dankte er dafür, "dass dieser mit einem "kleinen Mahnmal" - dem Stolperstein - ein Medium gefunden habe, das überall dort, wo es verlegt ist, verstanden wird."

Großbildansicht Stolpersteine Kölnstraße 12





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