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Donnerstag, 13.10.2016

Buchendurchforstung und Holzeinschlag wegen Überalterung der Robinien am Kiesberg

Im Wald am Kiesberg, unterhalb der Tennisplätze am Wasserturm findet im Herbst/Winter eine Holzeinschlagsmaßnahme in dem rund sieben Hektar großen Mischwald statt. Die Maßnahme ist vom Waldbesitzer, der Stadt Brühl, beauftragt und wird unter der Regie des zuständigen Försters (Landesbetriebes Wald und Holz Nordrhein-Westphalen) durch einen Forstunternehmer durchgeführt.

Der Brühler Wald am Kiesberg besteht aus zwei unterschiedlichen Beständen. Einem knapp 60-jährigen Buchenbestand und einem 90-jährigen Robinienbestand. Beide Bestände erfordern ein unterschiedliches waldbauliches Eingreifen.

Der Buchenbestand ist im besten Alter und die Bäume wachsen sehr wüchsig. Die Baumkronen berühren sich nicht nur, sondern überschneiden sich. Das heißt die Bäume wachsen sich im Rennen um den Zugang zum Sonnenlicht gegenseitig in die Kronen. Hier soll der Zuwachs auf die vitalsten Bäume gelenkt werden. Wir nennen diese Bäume die Zukunftsbäume. Dazu wird diesen Bäumen ein Bedränger, das heißt ein Nachbarbaum, der dem Zukunftsbaum in die Krone wächst, entnommen. In die, durch die Entnahme geschaffene Lücke im Kronendach, kann nun der Zukunftsbaum seine Krone ausbreiten und wird nicht mehr eingezwängt.

Der Robinienbestand ist ein typisches Bild in unserer Rekultivierungslandschaft. Die Robinie ist eine schnell wachsende Baumart, die wenige Ansprüche an den Boden stellt, daher wird sie auch als Pioniergewächs bezeichnet. Sie ist Bestandteil der ersten Waldgeneration. Jetzt im Alter von 90 Jahren zeigt der Bestand deutliche Anzeichen von Überalterung, wie trockene Äste in der Krone oder auch absterbende Bäume. Im Unterstand wartet schon eine zweite Waldgeneration aus Eiche, Hainbuche und Ahorn. Durch die Entnahme der alten Bäume geben wir dem Nachwuchs die Chance den frei gewordenen Raum einzunehmen und so sorgen dafür, dass sich durch den Generationenwechsel ein vielseitiger Mischbestand entwickeln kann.

Obwohl gemäß Landesforstgesetz das Betreten des Waldes zum Zwecke der Erholung auf eigene Gefahr gestattet ist, möchte die Stadt Brühl hier handeln und die Verkehrssicherheit seines Waldes optimieren, denn Trockenäste und absterbende Bäume können eine Gefahr darstellen.

Jeder Festmeter Holz, der hier in der Region nachhaltig und naturgemäß erwirtschaftet wird, muss nicht über lange Transportwege aus Regionen der Welt importiert werden, in denen die forstlichen Standards nicht annähernd so hoch sind wie in Deutschland.

Auf einer Fläche, in der Holzeinschlag stattfindet, herrscht laut Landesforstgesetz ein Betretungsverbot! Holzpolter sind forstwirtschaftliche Einrichtungen, die ebenfalls nicht betreten werden dürfen (Betretungsverbot Forstwirtschaftliche Einrichtung §3 Abs.1 LForstG). Die Fläche wird abgesperrt. Neben der direkten Gefahr durch den Einschlag der Bäume besteht auch nachher die Gefahr von herabfallenden Ästen!

Die Maßnahme wird voraussichtlich rund zwei Wochen dauern. Für Rückfragen steht Ihnen Lars Schneider, Regional Forstamt Rhein-Sieg-Erft, gerne zur Verfügung.

Mobil: 0171 - 587 11 73



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