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Mittwoch, 19.10.2016

Patenfamilien für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge als Erfolgsmodell in Brühl

Der heute 17-jährige Tamin Schukri ist vor rund 11 Monaten ohne seine Eltern aus Afghanistan nach Deutschland gekommen und hat in Brühl eine neue Heimat gefunden.
Großbildansicht v.l.n.r. Bernhard Schumacher (Schumaneck Kinderhaus gGmbH), Aziz Saidi (Pflegevater), Bürgermeister Dieter Freytag und Tamin Schukri

Er ist einer von rund 30 unbegleiteten minderjährigen jungen Menschen, die seit November letzten Jahres dem Jugendamt der Stadt Brühl zugewiesen wurden.
Das Jugendamt der Stadt Brühl hat zusammen mit seinen Partnern, der Schumaneck Kinderhaus gGmbH und dem Sozialdienst katholischer Frauen Rhein-Erft-Kreis e.V. (SkF) das Konzept "Integration in und mit Patenfamilien" entwickelt und umgesetzt. Die Unterbringung in Patenfamilien ist in der Region einzigartig und ist aus Sicht der Stadt Brühl in vielen Fällen am besten geeignet dazu Jugendliche in die Brühler Stadtgesellschaft zu integrieren.

Tamin Schukri lebt bei seiner Schwester und seinem Schwager, der dem 17-jährigen hilft, wo er kann. Schukri hat innerhalb von fünf Monaten seinen Hauptschulabschluss gemacht und nach einem Praktikum eine Ausbildung zum IT-Systemkaufmann bei der Telekom in Bonn begonnen. Er ist sehr dankbar für die Möglichkeiten, die sich ihm in Deutschland eröffnen. In fließendem Deutsch bedankte er sich bei Bürgermeister Dieter Freytag, dem Jugendamt, dem Kinderhaus Schumaneck und dem SkF für ihre Unterstützung. "Ich habe den großen Traum, meine Ausbildung erfolgreich zu beenden, dafür lerne ich auch in jeder freien Minute, um später einmal alles zurückgeben zu können" so Schukri.

Die Patenfamilien sind ganz normale bürgerliche Familien, die Zeit, Lebenserfahrung, Empathie, Engagement und Wohnraum zur Verfügung stellen. Das Engagement ist immens und wird von Bürgermeister Freytag sehr wertgeschätzt.

In der ersten Phase der Aufnahme kümmerte sich die Mitarbeiterschaft der Schumaneck Kinderhaus gGmbH fachlich sehr kompetent umfassend und uneigennützig um die Jugendlichen und die Patenfamilien.
Die Überführung in ein "normales" Vollzeitpflegeverhältnis und die Unterstützung der Pflegefamilien liegt in der Verantwortung des SkF, als dem von der Stadt Brühl beauftragten und finanzierten freien Jugendhilfeträger.

"Ich freue mich darüber, dass einer der begünstigten Jugendlichen sich für die freundliche Aufnahme und die Entwicklungsmöglichkeiten bedankt und wünsche ihm alles Gute für seinen weiteren Lebensweg. Ist dies doch eine Bestätigung dafür, dass der eingeschlagene Weg der Integration der richtige war" so Freytag.

Weiterhin werden Paten und Patenfamilien gesucht, die bereit sind, einen jungen Flüchtling aufzunehmen.
Interessierte, egal ob Familien, Paare oder Singles, können sich bei allen Projektbeteilgten melden, z.B. bei der Kinderhaus Schumaneck gGmbH unter Tel. 02232-410377.
Ansprechpartnerin im städtischen Jugendamt ist Frau Flatten, Tel. 02232-794670.





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