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Mittwoch, 24.05.2017

Kommunen mit Zukunft: nur mit Gleichstellung

Die 24. Bundeskonferenz der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Deutschlands ist unter Beteiligung von sechs Vertreterinnen aus dem Rhein-Erft-Kreis in Wolfsburg erfolgreich zu Ende gegangen.

Fazit: Gelingende Gleichstellungspolitik ist einer der entscheidenden Faktoren für die Zukunftsfähigkeit der Kommunen.

Arbeitswelt und Gesellschaft ändern sich rasant. Die Auswirkungen sind als erstes in den Kommunen zu spüren. Schon heute, in Zeiten von Fachkräftemangel und der Konkurrenz um Arbeitskräfte, spielen familien- und pflegefreundliche Arbeitsmodelle, die den Bedürfnissen von Frauen und Männern gleichermaßen gerecht werden, eine große Rolle. Lebenswerte Kommunen werden zunehmend solche sein, die diesen Ansprüchen gerecht werden.

Hierzu gehören das Mitspracherecht in Politik und Verwaltung, die transparente Besetzung von Führungspositionen, die Stadt- und Verkehrsplanung und die gendergerechte Verwendung von kommunalen Geldern, da sind sich die Gleichstellungsbeauftragten des Rhein-Erft-Kreises einig.

"Kommunen der Zukunft" sorgen dafür, dass Frauen und Männer von veränderten Arbeitsbedingungen gleichermaßen profitieren und Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt, Gewalt und Diskriminierung ausbleiben. Damit werden sie zum Vorbild einer gerechten Gesellschaft! "Unsere Kommunen sollen "Kommunen mit Zukunft" werden", das fordern Elisabeth Lux (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Kerpen), Edith Abel (Erftstadt), Britta Kaienburg (Rhein-Erft-Kreis), Brigitte Kuhn-Wolpert (Hürth), Elisabeth Fabri (Pulheim) und Antje Cibura (Brühl), die bei der diesjährigen Bundeskonferenz in Wolfsburg vor Ort waren.

Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte sind dafür unverzichtbar. Auf der Bundeskonferenz haben ca. 400 Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte die "Wolfsburger Erklärung" verabschiedet, in der sie verbindliche und hauptamtliche Gleichstellungsarbeit für alle Kommunen mit ausreichenden Ressourcen und Rechten für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte fordern, bundesweit einheitliche Standards für die Gleichstellungspolitik vor Ort voraussetzen und erwarten, dass die Berücksichtigung der Lebenswirklichkeit von Frauen, Männern, Mädchen und Jungen bei allen kommunalpolitischen Entscheidungen zugrunde gelegt wird. Unabdingbare Voraussetzung dafür ist auch, dass mehr Frauen in politischen Gremien und in Führungspositionen der Verwaltung, sowie deren kommunalen Töchtern vertreten sind.

Die Erfahrung zeigt: Freiwillig passiert das nicht! Deshalb braucht es eine Quotierung in allen entscheidenden politischen und wirtschaftlichen Gremien. Gerade in Zeiten von erstarkenden populistischen Tendenzen besteht die Gefahr des gesellschaftlichen Rückschrittes. Dieser geht besonders zu Lasten von Frauen und Mädchen. Gleichberechtigte Rollenbilder treffen so auf Konzepte, die man längst als veraltet geglaubt hatte. "Das erfordert eine klare Positionierung seitens der Politik für eine lebenswerte Gesellschaft von Frauen und Männern", so das abschließende Statement der Gleichstellungsbeauftragten aus dem Kreis.





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