Aktivitäten

Das Projekt und seine Sponsoren

"70 Jahre danach - Generationen im Dialog" ist ein Projekt des Anne Frank Zentrums und wird gefördert durch das Bundesministerium des Inneren im Rahmen des Bundesprogramms "Zusammenhalt durch Teilhabe".In Brühl wurde das Projekt durch das Jugendkulturhaus Passwort CULTRA zusammen mit der Bürgerin Eva-Maria Antz und der Stadt Brühl umgesetzt.

Die Resonanz auf das Projekt war sowohl bei Zeitzeugen als auch bei Brühler Jugendlichen so groß, dass weitere Sponsoren und Unterstützer für die kreative und mediale Umsetzung aller Eindrücke und Zeitzeugengeschichten gefunden werden musste. So freut sich das CULTRA sehr über die Projektförderung durch den Arbeiter-Samariter-Bund NRW, den Rotary Club Brühl, die VR-Bank Rhein-Erft eG, die Kreissparkasse Köln, die NRW-Stiftung und die RheinEnergieStiftung Kultur.

Weitere Infos zu den Sponsoren finden Sie weiter unten.


Die ersten Interviews

Im Dezember 2014 wurden nach intensiver Vorbereitung die ersten Interviews von Jugendlichen durchgeführt. In zweier, dreier oder vierer Gruppen treffen die Jugendlichen aus Gesamt und Hauptschule, Max Ernst Gymnasium und Karl Schiller Berufskolleg sowie JUSOS- und CULTRAzusammenhängen "ihren" Zeitzeugen oder Zeitzeugin und stellen die ausgewählten Fragen.


Anja Aubke berichtet über ihr erstes Interview

Das Generationen übergreifende Projekt 70 Jahre danach ist diesen Monat gestartet und es wurden schon einige Interviews durchgeführt. Auch mein Team und Ich hatten gestern, am 16.12.2014 unser erstes Gespräch.

Schon beim Kennenlerntreffen waren wir mit der Zeitzeugin die uns zugeteilt war in Kontakt getreten und hatten uns danach sehr auf das Gespräch gefreut. So gingen wir also am Dienstag mit Blumen und Keksen bewaffnet ins Wetterstein. Wir wurden herzlich empfangen und setzen uns mit Kaffee und Keksen an einen Tisch.

Im Laufe des Interviews bemerkte man schnell, dass wir es mit einer Frau zu tun hatten, die schon damals mit offenen Augen auf das Geschehen sah. So erzählte sie uns, von einem jüdischen Mädchen, dass sie immer in der Bahn traf, wenn sie zur Schule fuhr. Sie hatte sich immer wenn es ging neben das Mädchen gesetzt und sie angesprochen obwohl sie wusste, dass sie dafür in Schwierigkeiten geraten könnte. Dies ist nur ein Beispiel für ihre Zivilcourage.

Wir unterhielten uns zwei Stunden lang mit der Dame und hätten auch noch zwei weitere dort sitzen können. Die Zeit verging wie im Fluge, da wir sehr viele Interessante Dinge zu hören bekamen. Jede Frage beantwortete sie uns gerne und brachte uns manches Mal zum Lachen.

Es war eine tolle Erfahrung und ein ganz neuer Einblick in die Vergangenheit. Die Zeitzeugin war auch sehr interessiert daran noch einmal von uns zu hören, sobald wir mit der Weiterverarbeitung unseres Materials fertig sind. Wir versicherten ihr uns zu melden wenn wir Ergebnisse hatten, aber auch wenn wir weitere Fragen haben.



Das Projekt:

Projektkoordination

Jugendkulturhaus Passwort CULTRA

Sarah Kassan - Diplom Soz. Pädagogin
Pädagogische Verantwortung und Kooperation im Jugendkulturhaus Passwort Cultra Brühl

Eva-Maria Antz - Pädagogin
Moderatorin und Referentin bei der Stiftung MITARBEIT Bonn

Stadt Brühl
Jürgen Frädrich 51/1
Jugendhilfeplanung, Jugendarbeit, Jugendschutz