Schlosskonzerte
Als reines Sommerschloss konzipiert, war es früher nur ein bis zwei Monate im Jahr bewohnt, - ganz nach dem Geschmack der französischen Aristokratie, die sich im späten 17. und beginnenden 18. Jahrhundert in den Pavillons der königlichen Gärten der Illusion des "einfachen Landlebens" hingab. In dem weltberühmten, von Balthasar Neumann gestalteten Treppenhaus, das als prächtigste Leistung des Rokoko in Deutschland überhaupt gilt, scheinen der Musik Flügel zu wachsen. Die Töne finden in der schwungvollen Architektur einen perfekten Resonanzkörper und steigen schwerelos in die Höhe - dem überwältigenden Deckenfresko von Carlo Carlone direkt entgegen: Ein gelungenes Gesamtkunstwerk aus Musik, Architektur und Inszenierung. Und so lesen sich auch die Konzertprogramme der vergangenen Spielzeiten wie ein "Who is Who" der wichtigsten Interpreten der letzten 50 Jahre.
Maßgeblich für ausgezeichnete Programme und zunehmendes öffentliches Interesse ist seit 1996 der Künstlerische Leiter der Brühler Schlosskonzerte, Andreas Spering. Mit seinem engagierten Wirken konnte er das internationale Renommee der Schlosskonzerte deutlich steigern. Als einziger Festivalleiter Deutschlands machte er das Werk des Komponisten Joseph Haydn zum thematischen Schwerpunkt eines eigenen Festivals, wobei es ihm ein besonderes Anliegen ist, seltene und bereits vergessene Werke des großen Wiener Klassikers zu Gehör zu bringen. Dies wurde auch von der Jury der bundesweiten Initiative "Deutschland - Land der Ideen" gewürdigt und so wurden die Brühler Schlosskonzerte aus rund 1.500 Bewerbungen im Jahr 2008 als "Ausgewählter Ort im Land der Ideen" ausgezeichnet.



