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Brühler Stadtgeschichte von 1900 bis 1990

Geschichte  
um 1900 Der Architekt und Amtsbaumeister Josef Blied (1877 - 1964) leitet mit seinen Verwaltungsbauten und Wohnhäusern, wobei er in Anlehnung an das Schloß auf Barockformen zurückgreift, eine neue Bauperiode ein.
1906 An der Comesstraße 16 wird ein "kaiserliches Postamt" errichtet.
1910 Am 12. April erhält Brühl erneut Stadtrechte zugesprochen. Dabei bleiben die umliegenden Orte selbständig. Bis zur kommunalen Neugliederung 1932 heißt es Brühl-Stadt und Brühl-Land.
1913 Einweihung des Rathauses Brühl-Land an der Clemens-August-Straße.
1916 Einweihung des Amtsgerichts an der Liblarer Straße.
1921-1924 Bau der Bergmannssiedlung "Zur Gabjei".
1925 Eröffnung der Berufsschule im ehemaligen Franziskanerklostergebäude an der Uhlstraße.
1926 Bau der Siedlung "Rosenhof."
1927 Bau des Römerhofes. Mai: Gründung des Eisenwerks Brühl
1932 Kommunale Neugliederung am 1. Oktober - Berzdorf wird von Brühl gelöst und bleibt bis 1961 selbständig. Die übrigen Ortschaften werden eingemeindet und gemeinsam mit der Stadt von einem Bürgermeister und einem Stadtrat verwaltet.
1938 Am Morgen nach der Reichsprogromnacht, dem 9. November ziehen SA-Abteilungen durch die Stadt, peinigen jüdische Mitbürger, zerstören jüdische Geschäfte und vernichten die Synagoge durch Brand.
1941 Bürgermeister Rudolf Feericks wird auf einer Naziparteiveranstaltung zum Rücktritt provoziert. Der NSDAP-Ortsgruppenleiter Peter Pick wird als sein Nachfolger eingesetzt.Erster größerer Bombenangriff auf Brühl mit Todesopfern.
1944 Am 28. Dezember findet der größte Luftangriff von der Stadtmitte aus in Richtung Süden statt.
1945 Durch Bombardierung am 4. März werden im Umkreis des Schlosses Augustusburg die evangelische Kirche, das Hotel Belvedere, das Schloß und vieles mehr schwer beschädigt. Einmarsch der Amerikaner am 7. März - Brühl ist bis Mai 1955 Besatzungszone. Die Amerikaner setzen am 7. März den von der NSDAP eingesetzten Bürgermeister Peter Pick ab und ernennen Kaplan Wilhelm Bodden zum kommissarischen Bürgermeister der Stadt Brühl. Am 5. April wird er von Martin Schmidt abgelöst. Zusammentritt des ersten, von den Alliierten ernannten Rates der Stadt Brühl (CDU 12, SPD 8 und KPD 8 Mitglieder).
1946 Am 1. März wird der bisherige Bürgermeister Martin Schmidt nach dem neuen Gemeindeordnungsprinzip erster Stadtdirektor der Stadt Brühl. Der Rat wählt Paul Warmke (SPD) zum 1. Bürgermeister. Nach der ersten freien Gemeinderatswahl aufgrund der rev. DGO wird Warmke von Joseph Hürten (CDU) abgelöst. Beginnender Flüchtlingsstrom. Der Stand der Vorkriegsbevölkerung ist mit 25.974 Einwohnern wieder erreicht.
1947 Nach wenigen Monaten muss Bürgermeister Hürten (CDU) sein Amt aufgeben, da die Besatzung verfügte, dass Lehrer kein politisches Mandat ausüben durften. An seine Stelle wurde am 13. Januar 1947 Max Nagel (CDU) gewählt.
1948 Das Amtsgericht nimmt seinen Dienstbetrieb nach der Zerstörung (28. Dezember 1944) an der Kaiserstraße 1 wieder auf. Der neue Bürgermeister wird nach einer Patt-Situation im Rat durch Los bestimmt: Es ist Johann Stahl (SPD).
1949 Erster Empfang auf Schloß Augustusburg durch den neugewählten ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss am 14. September. Gründung der Gemeinnützigen Bau- und Siedlungsgesellschaft (Gebausie) durch die Initiative von Stadtdirektor Hans Horrichs.
1950 Die Stadt erwirbt im Brühler Osten Land und stellt es für die Industrieansiedlung zur Verfügung. Der Stadtomnibusverkehr wird eröffnet. Nach wiederholter Stimmengleichheit im Rat erfolgt die Wahl des Bürgermeisters durch die Bevölkerung. Neuer Bürgermeister wird Josef Hürten (CDU).
1951 Erste Max-Ernst-Ausstellung im Schloß. Der 30.000 Einwohner wird geboren.
1953 Einweihung des Schloßparkstadions am 15. August mit dem Eröffnungsspiel einer Brühler Auswahlmannschaft gegen den 1. FC Köln (0:12).
1955 Gruhlwerk I stellt die Brikettproduktion ein. Im Mai endet die Besatzungszeit.
1956 Martin Oswald (SPD) wird neuer Bürgermeister für die erste Hälfte der Wahlperiode.
1958 Josef Hürten (CDU) übernahm das Amt des Bürgermeisters für die zweite Hälfte der Wahlperiode von 1958 bis 1961.
1959 Am Haus Römerstraße 405 werden bei Kanalbauarbeiten römische Gräber gefunden.
1960 1960 Fertigstellung des ersten Brühler Hochhauses in der Friedrichstraße/Ecke Kaiserstraße. Bauherr: Karl-Heinz Nitsche.
1961 Josef Hürten (CDU) wird Landrat des Kreises Köln, neuer Bürgermeister Robert Ehl (CDU).
1964 Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Sceaux geschlossen.
1965 Mit der Sprengung der Schornsteine von Gruhlwerk II am 17. September geht die Braunkohlenperiode endgültig zu Ende.
1966 Dr. Wilhelm J. Schumacher wird Stadtdirektor. Im rekultivierten Braunkohlenabbaugebiet entsteht ein Naherholungsgebiet mit Wäldern und Seen. Der Heider Bergsee im Naherholungsgebiet wird als Bade- und Wassersportgewässer freigegeben. In der Aula des neuerbauten Gymnasiums am Rodderweg beginnen erste Theateraufführungen.
1967 Eröffnung des größten Freizeitparkes Europas, des "Phantasialandes"
1968 Bei Ausschachtungsarbeiten werden Fundamente des Kölntores gefunden.
1969 Wilbert Hans (SPD) wird zum neuen Bürgermeister gewählt.
1971 Zum 80. Geburtstag von Max Ernst wird der nach ihm benannte Brunnen an der Uhlstraße am 15. Mai im Beisein des Künstlers der Öffentlichkeit übergeben. Ebenfalls im Mai wird das städtische Hallenbad eingeweiht.
1972 Der erste Notarztwagen im Kreis Köln wird in Brühl angeschafft. Eröffnung des neuerbauten Arbeitsamtes in der Wilhelm-Kamm-Straße.
1973 Verlegung des Wochenmarktes auf den Balthasar-Neumann-Platz. Die Volkshochschule für den Kreis Köln-Land nimmt ihren Betrieb in der Friedrichstraße auf. Verlegung der Stadtwerke in die Engeldorfer Straße. Das Verwaltungsgebäude in der Mühlenstraße/Steinweg wird abgerissen: Auf diesem Grundstück wird der Kaufhof gebaut.
1973 Städtepartnerschaft mit der englischen Stadt Royal Leamington Spa geschlossen.
1974 Einweihung der Bereitschaftspolizeiabteilung V durch Innenminister Wilhelm Weyer an der Rheinstraße.
1975 Bei der kommunalen Neugliederung werden der Kreis Köln und der Kreis Bergheim zum neuen Erftkreis zusammengelegt und Brühl dem Erftkreis zugeordnet.
1976

100-jähriges Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr.
Der Kaufhof Brühl öffnet mit dem ersten Verkaufstag am 4.3.1976 :

1977 Eröffnung des neuerbauten Postamtes an der Wilhelm-Kamm-Straße. Erstmalig Kulturveranstaltung "brühlermarkt".
1978 Barockfest mit historischem Umzug. Erstmals findet in Brühl der Familiengerichtstag statt. Dr. Wilhelm J. Schumacher tritt seine zweite Amtszeit als Stadtdirektor an.
1979 Eröffnung der Fußgängerzone im Steinweg und des Fußgängertunnels an der Carl-Schurz-Straße. Wilhelm Schmitz (CDU) wird zum Bürgermeister der Stadt Brühl gewählt. Robert Ehl (CDU) wird der Titel "Altbürgermeister" verliehen.
1980 Als erste Kommune richtet Brühl eine integrierte Parkwegweisung auf Hinweistafeln ein. Papst Johannes Paul II besucht Brühl und trägt sich in das Goldene Buch der Stadt ein.
1981 Verleihung der Europaehrenfahne an die Stadt Brühl.
1983 Im ADAC-Wettbewerb für Städte und Gemeinden "Verkehrssicherheit muß nicht teuer sind" wird Brühl Bundessieger.
1984 Bundespräsident Richard von Weizsäcker besucht Brühl und trägt sich in das Goldene Buch der Stadt ein. Die Bürgerschaft der Stadt stiftet für die Brühler Bürgermeister eine Amtskette. Die evangelische Gemeinde feiert 150-jähriges Bestehen. Brühl erhält einen Sonderpreis im Landeswettbewerb "Ruhiges Wohnen - Sichere Straßen."
Die Schlösser Augustusburg und Falkenlust und die Parkanlagen werden in die Liste des Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen.
1985 Am 27. April findet aus Anlaß der 700-Jahr-Feier der Stadt Brühl in Anwesenheit der Schirmherren, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Johannes Rau, und Erzbischof Kardinal Höffner ein Festakt auf Schloß Augustusburg statt. Am 4. Oktober werden bei Straßenbauarbeiten am Stern Fundamente des Uhltores gefunden. Beim europäischen interkommunalen Verkehrssicherheitswettbewerb "Die sicherste Gemeinde" erhält Brühl den zweiten Preis für "beispielhafte Bemühungen im Interesse der Verkehrssicherheit auf ihrem Gebiet".
1986 Erster Spatenstich am 6. Januar für den Gewerbepark im Brühler Norden. Der "Stern" wird verkehrstechnisch zum Kreisverkehr umgestaltet, der Brunnen innerhalb des Kreises wird am 16. April in Betrieb genommen.
1987 Im April übergibt Finanzminister Dr. Posser das Finanzamt Brühl seiner Bestimmung. Großes Bürgerfest im Oktober zur Einweihung des neuen Rathauses und der Fußgängerzone.
1988 Die Brücke "Zum Sommersberg" in Brühl-Vochem wird eingeweiht. Beginn der Tiefbauarbeiten zum Bau der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung und der Bundesfinanzakademie am Daberger Hang.
1989 Der Anbau des Marienhospitals wird eingeweiht. 25 Jahre Partnerschaft Brühl - Sceaux. Einweihung des neuen Brühler Freizeitbades.
1990Dr. Walter Leder (†) wird zum Stadtdirektor gewählt.





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