| Geschichte |
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| um
650 |
Unter dem Kölner
Bischof Kunibert werden die beiden Fronhöfe Pingsdorf und Merreche
(Kierberg) aus fränkischem Königsgut der kölnischen Kirche
geschenkt |
| 929 |
Der Kölner Erzbischof
Wichfried schenkt den Schwestern von St. Cäcilien in Köln einen
Herrenhof zu Palmerstorp (Palmersdorfer Hof) |
| um
1180 |
Erzbischof
Philipp von Heinsberg faßt die beiden Höfe zum Burghof "an
dem Brule" zusammen. Seinen Namen erhält dieser Burghof durch
die Lage am Rande eines sumpfigen Niederungswaldes, von dem heute noch
ein Teil erhalten ist (Schloßpark). Der Burghof in Brühl ist
bevorzugter Aufenthaltsort der Kölner Erzbischöfe und Kurfürsten,
die als Landsherren lange Zeit hindurch mit ihrer Hauptstadt Köln
verfeindet waren. |
| 1207 |
Margareta
von Hersel begründet in Heide ein Zisterzienserinnenkloster (heute
Gut Benden). |
| 1285 |
Verleihung
der Stadtrechte durch Erzbischof Siegfried von Westerburg, der gleichzeitig
dem Schöffenrat Rechtsprechung und Selbstverwaltung überträgt.
Errichtung einer Stadtmauer, Bau der mittelalterlichen Wasserburg, die
zu einer der stärksten Landesfesten im Rheinland ausgebaut wurde.
Der Befehlshaber der Burg war gleichzeitig Amtmann über das Amt
Brühl mit zahlreichen Unterherrschaften im ganzen Vorgebirge und
in der Kölner Bucht. Von den ansässigen Handwerkern hatte die
Töpferei überörtliche Bedeutung. |
| 1297
- 1304 |
Errichtung
der Pfarre St. Margareta. |
| 1308 |
Das
Schöffenkollegium bezeugt ein Siegel, welches Petrus, den Schutzpatron
Kurkölns zeigt, umgeben von den Häuptern der sieben Schöffen. |
| 1469 |
Kurfürst
Ruprecht erhebt Brühl zur Landeshauptstadt von Kurköln. Während
die Regierungsgeschäfte ab 1597 von Bonn aus erledigt werden, residieren
die Kurfürsten vor allem in den Sommermonaten in Brühl. |
| 1491 |
Grundsteinlegung
des Franziskanerklosters durch seinen Stifter Erzbischof Hermann IV.
(Landgraf von Hessen) 1494 eingeweiht, 1714 bis 1718 Um- oder Neubau,
1783 Lateinschule in den Räumen des Klosters, 1802 säkularisiert,
1811 als "Schule" der Gemeinde Brühl geschenkt, 1823 bis 1925
Lehrerseminar, 1854 bis 1874 auch Taubstummenschule, 1927 bis 1985 Berufsschule.
Innerhalb dieser Zeit auch von 1930 bis 1968 Knabenschule "St. Franziskus" und
von 1955 bis 1968 Mädchenschule "St. Marien". Seit 1987 Rathaus.
Zur Klosterkirche: Grundsteinlegung 1491, geweiht 1493. 1735 zur Hofkirche
des Schlosses umgebaut. Der Hochaltar wurde 1745 von Balthasar Neumann
geschaffen. |
| 1530 |
Ein
großer Stadtbrand vernichtet Brühl fast völlig. |
| 1689 |
Truppen
Ludwigs XIV. sprengen die Wasserburg. Wieder vernichtet ein großer
Stadtbrand fast die gesamte Stadt. |
| 1725 |
Kurfürst
Clemens August erbaut auf den Trümmern der zerstörten Wasserburg
nach Plänen von Conrad Schlaun und später Francois de Cuvillés
Schloß Augustusburg, bis 1994 Repräsentationssitz des Bundespräsidenten. |
| 1729 |
Grundsteinlegung
von Schloß Falkenlust. |
| 1794 |
Max
Franz von Österreich, der letzte Kurfürst und Erzbischof von
Köln, flieht vor den französischen Revolutionstruppen. Die
Kurfürstenzeit ist beendet. |
| 1804 |
Napoleon
ehrt die "Mairie Brühl" durch seinen Besuch. |
| 1823 |
Eröffnung
des königlich-preußischen Lehrerseminars im aufgelösten
Franziskanerkloster (bis 1925) |
| 1832 |
Brühl
läßt sich von der dritten in die vierte Gewerbesteuerklasse
zurückversetzen und bleibt somit im Rang einer Gemeinde. |
| 1844 |
Eröffnung
der Eisenbahnstrecke Köln - Koblenz. Restaurierung von Schloß Augustusburg
und Park auf Veranlassung des preußischen Königs Friedrich
Wilhelm IV. Mehrfache Aufenthalte des Monarchen und Staatsbesuche im
Schloß. |
| 1847 |
Brühl
wird in Einzelgemeinden aufgeteilt, die eigene Kataster, Kassenverwaltungen
und Gemeinderäte erhalten. |
| 1858 |
Am
Steinweg wird das Rathaus neu gebaut. |
| um
1860 |
Brühl
wird Villenstadt. Die reizvolle Lage Brühls veranlaßt zahlreiche
wohlhabende K-ölner Kaufleute, prächtige Villen in verschiedenen
Stilarten zu bauen, wovon einige heute noch erhalten sind und einen interessanten
Kontrast zum modernen Brühl bilden. |
| 1870 |
Gründung
der Brauerei "Zum Vorgebirge", ab 1874 Friedrich-Giesler'sche
Brauerei. |
| 1874 |
Bau
der Eifelbahn Kölner - Trier, an der große Braunkohletagebaue
und Brikettfabriken angelegt werden. Bau des repräsentativen Kaiserbahnhofes. |
| 1876 |
Von
102 Brühler Bürgern wird die Freiwillige Feuerwehr gegründet. |
| 1877 |
Am
1. März wird auf der Roddergrube das erste rheinische Brikett gepreßt.
Auf der Basis der Braunkohle entstehen weitere Wirtschaftsbetriebe. |
| 1878 |
Durch
zunehmende Industrialisierung findet Brühl zu städtischen Verhältnissen
zurück. Auf dem Provinziallandtag der Rheinprovinz ist Brühl
im Stand der Städte als Titularstadt vertreten. |
| 1883 |
Gründung
der Zuckerfabrik (Stillegung 1990). |
| 1888 |
Gründung
des Kölner Eisenwerks; Einweihung der evangelischen Kirche, Mayersweg. |
| 1891 |
In
der Schloßstraße 21 wird der weltberühmte Surrealist
Max Ernst geboren. |
| 1893 |
Der
Maler Will Küpper wird am 11.6. in Brühl geboren. |
| 1895 |
Errichtung
der Grube Berggeist. |
| 1897 |
Eröffnung
der durch die Stadt führenden Vorgebirgsbahn. |
| 1899 |
Inbetriebnahme
des Elektrizitätswerks Berggeist. Erstmals wird aus Braunkohle Elektrizität
erzeugt. |