Zugunglück Brühl 06.02.2000
Bei Tempo 122 entgleiste der Schweiz-Express von Amsterdam nach Basel und raste eine Böschung hinab durch Gärten und kam erst in einem Einfamilienhaus zum Stehen. Die Weiche zuvor hätte der Lokführer nur mit 40 km/h passieren dürfen.
Den mehr als 300 Helfern und 14 Notärzten bot sich an der Unglücksstelle ein Bild der Zerstörung. Im Waggon hinter der Lok, der in einen Vorgarten kippte, wurden sechs Menschen getötet; die anderen Todesopfer saßen im zweiten Wagen, der quer über einen Bahnsteig schleuderte. Anwohner leisteten erste Hilfe und betreuten die Verletzten in ihren Häusern.
Brühl trauerte: Eine Woche nach dem Unglück fand in der Kirche St. Margareta ein Gedenkgottesdienst statt. Zusammen mit Angehörigen der Toten sowie zahlreichen Verletzten nahmen Bundespräsident Johannes Rau, Ministerpräsident Wolfgang Clement, Bundesverkehrsminister Reinhard Klimmt und Bahn-Chef Hartmut Mehdorn an der Feier teil. Auch viele Helfer besuchten den Gottesdienst, der auf einer Großleinwand auf dem Markt und vom WDR-Fernsehen live übertragen wurde. Zuvor hatte Joachim Kardinal Meisner Angehörige und Verletzte persönlich begrüßt.

