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Joseph Fassbender

Der deutsche Maler und Grafiker Joseph Fassbender war ein Vertreter der abstrakten Malerei und gehörte seit den späten 40er bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts zu den einflussreichsten Künstlern für die Kunstszene des Rheinlands. Seine Ehefrau Anna Fassbender rief nach dem Tode des Künstlers eine private Stiftung ins Leben, um Künstlerinnen und Künstler zu würdigen, die herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Handzeichnung und Grafik vollbracht haben. Der Grafik-Preis wird im Sommer 2017 zum 28. Mal ausgeschrieben.

Joseph Fassbender - Leben und Werk

Joseph Fassbender
Joseph Fassbender vor dem Biennale-Pavillon in Venedig

Joseph Fassbender war ein Vertreter der abstrakten Malerei und gehörte seit den späten 40er bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts zu den einflussreichsten Künstlern für die Kunstszene des Rheinlands. Eigentlich sollte er die elterliche Konditorei übernehmen, studierte aber in den 1920er Jahren Malerei bei Richard Seewald an den Kölner Werkschulen.

 

1947 gründet Fassbender auf Schloss Alfter in der Nähe von Bornheim zusammen mit den Malern Hann Trier, Hubert Berke und anderen die sogenannte "Donnerstagsgesellschaft", die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, das kulturelle Geschehen im Rheinland nach dem Ende der nationalsozialistischen Unterdrückung wieder zu beleben.

 

Neben der Malerei gelten seine graphische Arbeit und die Plakat- und Buchgestaltungen sowie die Signet-Entwürfe als bemerkenswert.

 

1929 erhielt er den Villa-Romana-Preis. Er beteiligte sich an zahlreichen Ausstellungen und errang internationale Anerkennung und Bedeutung.

1955 nahm er an der 1. Documenta in Kassel teil und erhielt den großen Kunstpreis der Stadt Köln.

1958 wurde er zum Professor und Leiter der staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf berufen und unterrichtete dort die Mal- und Zeichenklasse.

1964 erhielt der Künstler das große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland und den Preis der 32. Biennale in Venedig.

1974 starb Joseph Fassbender am 5.1. in Köln.

Der Joseph und Anna Fassbender-Preis

Joseph Fassbender‚ Studie zu Memorial II‘, 1969
Großbildansicht Bild: Joseph Fassbender' Studie zu Memorial II', 1969

Der Preis ist eine private Stiftung von Anna Fassbender, mit deren Verwaltung die Stadt Brühl beauftragt ist. Die Bewerber/innen sollen Grafiker/innen und Handzeichner/innen sein; eine Altersgrenze ist nicht gegeben. Der Preis wird im Sommer 2017 zum 28. Mal ausgeschrieben.

Die Preisträgerin / der Preisträger erhält jeweils die Möglichkeit, ihre / seine Werke zwei Wochen in der Rathausgalerie, Uhlstraße 2, auszustellen.

Der Jury gehören Kunsthistoriker/innen, Künstler, ein/e Vertreter / Vertreterin der Einwohnerschaft der Stadt Brühl, der Vorsitzende der Max-Ernst-Gesellschaft e.V. und als Vertreter der Stadt Brühl der Bürgermeister an.

Auskunft:
Stadt Brühl - Der Bürgermeister
Fachbereich Kultur
Rathaus, 50319 Brühl
Telefonische Auskunft unter Tel. 02232 79-2670

Die Preisträgerin 2017

Bürgmeister Dieter Freytag mit der Juryvorsitzenden Frau Dr. Arta Valstar-Verhoff
Großbildansicht Bürgmeister Dieter Freytag mit der Juryvorsitzenden Frau Dr. Arta Valstar-Verhoff

Die Joseph und Anna Fassbender Preisträgerin im 27. Jahr seines Bestehens heißt Monika Huber. Sie ist 1959 in Dingolfing geboren und studierte bei Günter Fruhtrunk an der Akademie für bildende Künste in München. 1985 erhielt sie ihr Meisterschüler Diplom für Malerei und Grafik. Sie lebt und arbeitet in München.

Begründung der Jury:

Die Basis von Monika Hubers Videoarbeiten ist die Zeichnung. Das klassische Medium wird durch das filmische Element des Videos als Prozess gezeigt. Dadurch entsteht eine große Aufmerksamkeit beim Betrachter. Die Künstlerin wendet ein spezielles Verfahren an, in dem sie ihre Handzeichnung filmisch aufnimmt und im Videoschnitt digital weiterbearbeitet. Ausgangspunkt der Arbeiten sind gesellschaftspolitische Themen, die sie in überraschenderweise transformiert. Gängige Klischeevorstellungen werden dabei durch den medialen Einsatz dekonstruiert und verweisen auf existenzielle Fragen.

Neben der Juryvorsitzenden Frau Dr. Arta Valstar-Verhoff waren an der Urteilsfindung der Kölner Künstler Lutz Fritsch, die Kunsthistoriker Frau Dr. Goldmann, Direktorin des Leopold-Hoesch-Museums sowie des Papiermuseums Düren, Dr. Achim Sommer und Dr. Jürgen Pech vom Max Ernst Museum Brühl des LVR, der Rechtsanwalt Michael Felser als Jurymitglied aus der Brühler Bevölkerung sowie als Beratendes Mitglied der Vorsitzende des Kulturausschusses Herr Hanns-Hennig Hosmann beteiligt. Für die vertrauensvolle Atmosphäre, die die Arbeit in der Jury seit Jahren auszeichnet und so angenehm und offen macht, bedankete sich Bürgermeister Dieter Freytag aufs Herzlichste bei den Mitgliedern.

Auch in diesem Jahr zeigte sich wieder eine enorme Bandbreite an unterschiedlichen Themen und Techniken in denen die Künstlerinnen und Künstler aktuell arbeiten. In diesem Wettbewerb sind die Bewerberzahlen gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Von den 98 Bewerberinnen und Bewerbern haben schließlich 75 teilgenommen, dabei ergab sich mit 43 teilnehmerinne und 32 Teilnehmern ein leichter Frauenüberschuss. Fast alle Bewerberinnen und Bewerber haben eine Kunstakademie besucht. Bei den insgesamt 320 eingereichten Werken überwiegen die handgezeichneten Arbeiten leicht gegenüber den druckgrafischen Einreichungen. Hierbei werden zahlreiche herkömmliche Techniken von eigenen und weiterentwickelten Arbeitsweisen flankiert. Darunter finden sich neben vielfältigen Formen der Mischtechniken ebenfalls traditionelle Verfahren, wie Linolschnitte oder Ätzradierungen sowie industrielle Fertigungsweisen wie z.B. Offsetdruckverfahren.

Alle Preisträger/-innen

1990 Matthias Beckmann, Düsseldorf

1991 Daniel Hees, Köln

1992 Ulrich Fürneisen, Düsseldorf

1993 Fritz Koch, Hamburg

1994 Diana Ramaekers, Maastricht

1995 Klaus Dauven, Kreuzau-Drove

1996 Reinhard G. Puch, Swisttal-Ollheim

1997 Peter Paul Berg, Münster

1998 Monika Bartholomé, Köln

1999 Wiebke Bartsch, Münster

2000 Iris Häussler, München

2001 Susanne Ristow, Düsseldorf

2002 Georg Meissner, Dortmund

2003 Saskia Niehaus, Köln

2004 Der Preis wurde nicht vergeben

2005 Thomas Böing, Köln

2006 Jutta Reuscher, Bonn

2007 Doris Tsangaris, Haan-Gruiten

2008 Dorrit Nebe, Köln

2009 Katrin Seithel, Bremen

2010 Heiner Blumenthal, Köln

2011 Christian Stefanovici, Köln

2012 Philip Emde, Köln

2013 Bernd Ikemann, Köln

2014 Prof. Harald Fuchs, Köln

2015 Akane Kimbara, Berlin

2016 Adrian Mudder, Leipzig

2017 Monika Huber, München



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Steinweg 1-3
50321 Brühl
Telefon: 02232 79-2670
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