Lebenslauf Will Küpper
1893 am 11.6. wurde der Maler Will Küpper in Brühl geboren;
erster Malunterricht zusammen mit Max Ernst bei dessen Vater
1907 bis 1913 Besuch der Kölner Kunstgewerbeschule in der Malklasse Prof. Seuffert
1912 wird der Besuch der "Sonderbundausstellung" in Köln zu einem entscheidenden Erlebnis für seinen Künstlerweg
1914 Arbeit mit E.L. Kirchner an einem Fries für die Werkbundausstellung in Köln
bis 1918 Soldat, Rückkehr von der Westfront mit einer schweren Verwundung
1919 Beginn des Studiums an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Prof. Spatz Atelier auf der Rheindorfer Burg in Walberberg
1920 bis 1921 an der Kunstakademie in München bei Prof. Carl Caspar und Prof. Max Unhold
1922 bis 1926 an der Kunstakademie in Düsseldorf als Meisterschüler (ab 1924) bei Prof. Heinrich Nauen Studienreisen nach Holland, Belgien, Frankreich, Italien und der Schweiz. Jährlich mehrere Monate zum Chiemsee zusammen mit Paul Loskill und Herbert Böttger Zentrales Thema seines künstlerischen Schaffens ist der Mensch. Starke Impulse von der "Brücke-Malerei". Mitte der zwanziger Jahre Übergang vom Expressionismus zur Neuen Sachlichkeit.
1926 Atelier und Wohnung in Düsseldorf in der Nachbarschaft des Dichters Emil Barth und der Maler Jankel Adler und Otto Dix Mitbegründer der "Rheinischen Sezession" im Kreise von Werner Gilles, Otto Pankok, Richard Seewald u.a. Surrealismen werden gegen Ende der zwanziger Jahre in seinen Arbeiten Symbole für die Vorahnung eines Umbruchs
1930 Aufnahme in die "Rheingruppe" (u.a. Dix, Rübsam, Adler, Szekessy, Böttger)
1937 Fortan Beschlagnahmungen von Bildern aus Düsseldorfer Museumsbesitz und laufenden Ausstellungen, sowie Belästigungen durch den Nationalsozialismus
1942 Verlust eines Großteils seiner Werke und des Ateliers durch Bomben
1946 Mitbegründer der wiedererstandenen "Rheinischen Sezession", deren Statuten in seinem neuen Oberkasseler Atelier aufgesetzt werden. Ende der vierziger Jahre lehnt er eine von der Kunstakademie Düsseldorf angebotene Professur ab, um zurückgezogen schaffen zu können. Seine Arbeiten zeigen einen klaren, konzentrierten Aufbau in einer expressionistischen Farbgebung, leuchtend, aber auch dumpf schwermütig
1972 verstorben am 26.3.1972 in Düsseldorf, beigesetzt in Brühl



