Der Brühler Max Ernst
(c) VG Bild-Kunst, Bonn 2007
Hier wuchs Max auf und wurde ein hübsches Kind. In seiner Jugend gab's einige dramatische Zwischenfälle, jedoch im großen und ganzen ist sie nicht als unglücklich zu bezeichnen", beschreibt Ernst selbst seine Jugendzeit in Brühl.
Max Ernst berichtet in seinen autobiografischen Notizen von seinem ersten Kontakt mit der Malerei, die er von seinem Vater Philipp Ernst erlernt, von den Tagen auf der Penne: "Ohne Schaden zu leiden an seiner Seele übersteht Max die Wonnen und Greuel der wilhelminischen Erziehungsmethoden in der Seminar-Übungsschule zu Brühl und im Städtischen Gymnasium."
An den Nachmittagen und den Wochenenden geht Ernst mit Malutensilien und Staffelei auf Entdeckungsreisen in die Umgebung: "Straßenbild in Brühl", "Pingsdorfer Kirmes", "Eisenbahnunterführung an der Comesstraße", Skizzen der Bauern und Landarbeiter sowie Aquarell-Studien aus dem Schlosspark entstehen und überdauern die Zeit.
Von 1980 bis 2003 zeigte die Stadt Brühl ihre Sammlung im ehemaligen
Max-Ernst-Kabinett. Diese Sammlung wurde hier wissenschaftlich betreut
und in Ausstellungen chronologisch und thematisch vorgestellt. Von 1992
an war mit der Ausstellung ausgewählter Sammlungsstücke das Kabinett
ganzjährig für die Besucher geöffnet. Max Ernst selbst legte den
Grundstein zur städtischen Sammlung.
1969 schenkte er seiner
Geburtsstadt Grafiken und Bilder, darunter die Radierungssuite
"Maximiliana" und das Ölgemälde "Nordlicht am Nordrhein". Seitdem wuchs
der Bestand durch kontinuierliche Ankäufe und großzügige Stiftungen auf
über 400 Werke an. Einen Schwerpunkt der Sammlung bildete das Frühwerk
von Max Ernst. Daneben wurde eine umfangreiche Sammlung mit
fotografischen Porträts aufgebaut, die weltweit einmalig ist.
Im
Vorlauf zur Eröffnung des Max Ernst Museums wurde das Kabinett am
15.12.2003 geschlossen. Besichtigungen sind nicht mehr möglich. Wir
freuen uns auf Ihren Besuch im Max Ernst Museum.


