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Historischer Stadtrundgang

Insgesamt 26 Tafeln an besonderen Denkmalen im Brühler Stadtgebiet geben Auskunft über die jeweilige Geschichte des Objektes. Die Texte entstanden in Zusammenarbeit mit dem Lions Club Brühl und dem Brühler Heimatbund, die auch die Tafeln stifteten.

Gebäude erzählen Geschichten

Übersichtsplan zum historischen Stadtrundgang
Großbildansicht Übersichtsplan zum historischen Stadtrundgang

  1. "Neues" Rathaus (einst Franziskanerkloster), Uhlstraße 3
    Ende des 15. Jhs. wurde für die vom Kölner Erzbischof Hermann IV. von Hessen nach Brühl berufenen Franziskaner an dieser Stelle ein Kloster gebaut. Der heute noch stehende Bau wurde von 1713-1718 errichtet. Nach der Auflösung und Verstaatlichung des Klosters 1802 schenkte Napoleon 1807 der Stadt das Gebäude. In ihm sollte eine Sekundarschule errichtet werden. 1823 übernahm der preußische Staat das Gebäude. Anschließend wurden dort Generationen von Volksschullehrern ausgebildet. Seit 1926 diente das Gebäude der Stadt als Schule, seit 1987 als "neues" Rathaus.
  2. Rathaus, Steinweg 1-3
    Erstmals 1546 wird das "alte" Rathaus als "burgerhuis" aus Lehmfachwerk erwähnt. Um die Finanzen der Stadt aufzubessern, wurde es in den folgenden Jahrhunderten vermietet. Nur der große Saal wurde zeitweilig vom Rat genutzt. Am Ende der kurfürstlichen Zeit diente das Rathaus als Kaserne, dann als Wohnhaus. 1858 wurde es als zweigeschossiger Bau neu errichtet. Bei dem Umbau 1904 durch den Brühler Baumeister Greuell wurde es um ein Geschoss erhöht und zum Steinweg um drei Achsen erweitert; der ehemalige Haupteingang wurde durch einen Erker hervorgehoben.
  3. Haus "Zum Schwan"
    Schon im 14. Jh. stand an dieser Stelle ein Haus; seit 1496 lässt sich die Bezeichnung "Zum Schwan" nachweisen. Sie geht möglicherweise auf einen dort um 1470 wohnenden Dr. Schwan zurück. Das bestehende barocke Haus wurde 1749 von dem kurfürstlichen Baumeister G. Cadusch aus den "Abfällen" errichtet, die beim Bau des Schlosses anfielen. Die Gliederung der Hausfront, die Betonung der Mittelachse sowie das Mansarddach sind typisch barocke Zierelemente. Der Schwan aber kennzeichnete das Haus weiter. Bis 1905 diente es als Herrenhaus des Geuer-Hofes. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Erdgeschoss zu einem Geschäftslokal umgebaut.
  4. Häuser Steinweg 6-12 und Hospitalstraße 2
    Dort, wo heute die Häuser Steinweg 6-12 und Hospitalstraße 2 stehen, erstreckten sich um 1900 die Scheune und die Kuhställe des Geuer-Hofes, dessen Herrenhaus das Haus "Zum Schwan" war. Der Eigentümer, H. Geuer, beauftragte den Brühler Baumeister Josef Blied mit dem Bau der heute noch stehenden Wohnhäuser. Sie sind typische Beispiele des Historismus, da in ihnen sowohl Elemente der Gotik, der Renaissance und des Barocks als auch der frühneuzeitlichen Fachbauweise anklingen.
  5. Schlosskirche St. Maria von den Engeln
    1493 wurde der ursprünglich schlichte gotische Bau als Kirche des nebenstehenden Franziskanerklosters eingeweiht. Zur Erinnerung an die erste Kirche der Franziskaner, "S. Maria degli Angeli" bei Assisi, erhielt sie ihren Namen. Da Kurfürst und Erzbischof Clemens August beim Aufbau des Schlosses eine repräsentative Schlosskirche fehlte, wandelte er die Klosterkirche 1735 in eine barocke Hofkirche um. Der berühmte Balthasar Neumann schuf den Hochaltar. Durch Bomben wurde sie am 28.12.1944 weitgehend zerstört. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wurde der Kirchenraum bis 1961 wieder hergestellt, die Seitenaltäre erst 1999.
  6. Haus Schlossstraße 23 (einst Hotel "Deutscher Kaiser")
    Während der Kaiserbesuche im Schloss Augustusburg reichten die Hotelbetten in Brühl für die Schaulustigen nicht aus. So wurde 1888 auf dem Gelände des "Churfürstlichen Comoedienhauses" das Hotel "Deutscher Kaiser" mit Tanzsaal und Kaffeegarten errichtet. 1919 übernahm P. Becher, der Verleger der Brühler Zeitung, das Gebäude als Wohn- und Geschäftshaus und richtete eine Druckerei ein, die dort bis 1970 stand. An die Stelle des ehemaligen Hotel- und Tanzsaals wurde 1981 - unter Verwendung der alten Fassade - von der Kreissparkasse Köln die "Galerie am Schloss" errichtet.
  7. Ehemaliges Empfangsgebäude Bahnhof Brühl
    Die Eisenbahnstrecke Köln-Bonn gehört zu den ersten Eisenbahnlinien im Rheinland. Die 1841 vermessene Trasse wurde am 15. Februar 1844 eröffnet. Der Wunsch, ein künstlerisch wie landschaftlich ansprechendes Gebiet zu erschließen, führte dazu, den Schienenweg unmittelbar am Schloss vorbeizuführen. An der Planung des Empfangsgebäudes in Brühl war u.a. der Kölner Stadtbaumeister J. P. Weyer beteiligt. Er richtete die Achse des Bahnhofs auf das Schloss aus. Beim Besuch der englischen Königin Viktoria auf der Augustusburg 1845 war der Bahnhof fertiggestellt.
  8. Max Ernst Museum (ehem. Brühler Pavillon, Benediktusheim) Comesstraße 42/ Max Ernst Allee 1
    Durch den Anschluss der Eisenbahnlinie und der zeitweiligen Anwesenheit des preußischen Königshauses im Schloss gewann die Stadt an Prestige und wirtschaftlichen Aufschwung. In diesem Zusammenhang ließ der Hotelier Peter Granthil, nahe der ehemaligen kurfürstlichen Reitbahn, 1844 den so genannten "Brühler Pavillon" im klassizistischem Stil erbauen. Er diente als vornehmer Treffpunkt mit Tanzsaal den besser gestellten Kölner Gesellschaftskreisen. 1870 erfolgte die Erweiterung zu einem Hotel. Nach dem Ersten Weltkrieg erhielt das Gebäude den Namen Benediktusheim. Es wurde als Kinder- und Erholungsheim genutzt. Von 1953 befand sich hier ein Altersheim unter der Leitung des Ordens der "Dienerinnen des Herzen Jesu". Nach einer nur zweijährigen Planungs- und Umbauphase durch den Kölner Architekten Thomas van den Valentyn ist hier seit 2005 das weltweit erste Max Ernst Museum untergebracht.
  9. Wohnhäuser Burgstraße 20-24
    Der Anfang des 20. Jhs. errichtete Wohnhauskomplex des Bonner Architekten Chr. Mennicken fällt durch seine Fassadengestaltung auf. Gotische Architekturformen (Fenster) wurden mit aufgesetztem figürlichen Schmuckwerk (Kopfmasken und Wappenzier) verknüpft, dass Jugendstilcharakter trägt.  Den Häusern gegenüber lag das kurfürstliche Jagdhaus. Das spätere Hotel Belvedere, die "gute Stube" der Stadt, war bis 1971 Treffpunkt der Brühler Gesellschaft bei geselligen Ereignissen.
  10. Haus "Zum Stern"
    Das älteste Wohnhaus von Brühl wurde 1530/1531 durch den kurfürstlichen Oberkellner (Finanzminister) W. Kannegießer erbaut. Zu dem Haus gehörte ein ländliches Anwesen, das sich bis zur heutigen Burgstraße erstreckte. In den folgenden Jahrhunderten diente es bedeutenden Brühler Persönlichkeiten als Residenz. Seit dem Erwerb durch den Tuch- und Kurzwarenhändler Moons wurde das Untergeschoss als Geschäftslokal genutzt. Namengebend für dieses dreigeschossige, verputzte Fachwerkhaus mit dem steil aufragenden Satteldach ist vermutlich der zwischen den beiden oberen Fenstern Mitte des 19. Jhs. angebrachte Stern.
  11. Haus Bahnhofstraße 4-6 und Markt 26 (einst Kaufhaus Zier)
    Der Gebäudekomplex besteht aus ehemals drei eigenständigen Fachwerkhäusern aus dem 16. Jh., die im Laufe der Zeit zusammengewachsen sind. In der gemeinsamen Hauswand an der Bahnhofstraße stecken noch Steinkugeln aus dem 30-jährigen Krieg. Vielen Generationen angesehener Brühler Bürger dienten die auch als "Zum Grünen Wald" bezeichneten Häuser als Mietwohnungen. Anfang des 18. Jhs. wurden sie verputzt, dann auch teilweise aufgestockt. Vor 1900 erwarb die Familie Zier den Gebäudekomplex. Sie richtete dort das Kolonialwarengeschäft "Kaufhaus Zier" ein.
  12. Geschäftshäuser Kölnstraße 10-12
    Um 1900 entstanden durch den Bonner Architekten Chr. Mennicken diese repräsentativen Wohn- und Geschäftshäuser, Ausdruck des wirtschaftlichen Aufschwungs in Brühl seit der zweiten Hälfte des 19. Jhs. Die spiegelgleich gebauten Häuser fallen besonders durch ihre reich verzierten Stuckfassaden auf. Vor allem die Kopfmasken und die geschwungenen Dachgauben verleihen dem Ensemble ein barockes Gepräge. Bei ihrer Errichtung dienten die Erdgeschosse als Textilwarengeschäfte.
  13. Alte Schmiede, Kempishofstr. 11-13
    Ein eingeschossiges Wirtschaftsgebäude, das ursprünglich zum benachbarten Wohnhaus Kempishofstraße 15, dem heutigen Museum für Alltagsgeschichte, gehörte, wurde 1744 in Fachwerkweise errichtet. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Gebäude zu einer Schmiede umgebaut sowie für Wohnzwecke aufgestockt. Dadurch entstand die Toreinfahrt. Von 1904 bis etwa 1934 war hier der "Huf- und Wagenschmiedemeister" Joseph Bensberg tätig. 1939 wurde der Schmiedebetrieb aufgegeben und das Gebäude nur noch zu Wohnzwecken genutzt. In den Jahren 1996 bis 1998 wurde die "Alte Schmiede" von Grund auf saniert.
  14. Ehemalige Stellmacherei, Kempishofstr. 10
    Das Fachwerkgebäude wurde nach der Übernahme des Brühler Schlosses durch die preußische Königsfamilie Mitte des 19. Jahrhunderts im klassizistischen Stil errichtet. Der erste Stellmacher (Wagenbauer) hieß Drickes. 1875 übernahm der Stellmachermeister Jean Paul Kaus die Werkstatt; seit 1908 war sie im Besitz von Peter Kayser. Dessen Mitarbeiter, Paul Rauscher, führte die Stellmacherei noch bis 1949. In den Jahren 1999 und 2000 wurde das Gebäude in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Bund saniert. Heute ist hier das Brühler KeramikMuseum untergebracht. Zu sehen sind Badorfer, Pingsdorfer und Brühler Gefäßkeramiken vom 9. Jahrhundert bis 1530 und in anschaulichen Bildern die Wirkstätten der mittelalterlichen Brühler Töpfereien.
  15. Ehemalige Villa Camphausen, Kaiserstraße 1
    Im italienischen Landhausstil ließ sich der preußische Staatsmann und Bankier Ludolf Camphausen um 1850 eine Sommervilla errichten. Nach zahlreichen Um- und Erweiterungsarbeiten in den folgenden Jahrzehnten erwarb der Kölner Architekt Carl Moritz (1. Kölner Opernhaus) die Villa. Bis zum Ankauf durch die Stadt Brühl 1939 war sie in seinem Besitz. 1947 zog ins Parterre das Amtsgericht und in die Obergeschosse das Arbeitsamt ein.
  16. Creutz vor dem Collenportz
    Bei Grenzstreitigkeiten Mitte des 16. Jahrhunderts erfolgte die erste urkundliche Erwähnung. Seither diente es über Jahrhunderte als Ausgangspunkt bei vielen Grenzbegehungen. Als Segensstelle bei den Fronleichnamsprozessionen erhielt das Kreuz im 18. Jahrhundert eine religiöse Bedeutung. In Folge der Säkularisierung wurde das Kreuz 1801 zerschlagen. 1851 gestaltete der Kölner Bildhauer Pfeifer das "Kreuz vor dem Kölntor" in neugotischen Formen. Bei dem traditionellen Karfreitags-Kreuzweg wurde hier die 12. Station "Jesus stirbt am Kreuz" abgehalten. Das Kreuz wurde über die Jahrhunderte immer wieder erneuert, sobald es altersgebrechlich oder mit Gewalt zerstört worden war. So ersetzte der Brühler Heimatbund 2002 den Korpus, der 1941 aufgrund der politischen Verhältnisse entfernt worden war.
  17. Haus Kaiserstraße 6 (Villa Büttner)
    Das Haus wurde 1910 vom Brühler Architekten Josef Blied in barockisierendem Stil für den wohlhabenden Direktor J. an Haak erbaut. Besonders fällt der Girlandenschmuck im Obergeschoss auf. Das Gebäude kam 1922 in den Besitz des Elektrizitätswerks Berggeist (später RWE). Es diente als Villa für Direktoren, so auch für den Direktor Büttner. 1970 wurde dort das Heinrich-Meng-Institut des Erftkreises eingerichtet. Heute befindet sich hier die Europäische Fachhochschule. 
  18. Villa Gruhl
    Vor allem die Fassade dieser Villa besticht durch ihre plastischen geometrischen Formen, Schmuckelementen des frühen Jugendstils. Sie wurde 1899 von dem Leipziger Architekten G. Wünschmann für Hermann Gruhl entworfen. Dieser für Brühl überaus bedeutende Mann gründete das Gruhlwerk, eine Brikettfabrik in Brühl-Heide. Sein Sohn, Bergrat Carl Gruhl, engagierte sich in besonderer Weise für seine Heimatstadt. Er stiftete unter anderem das KarlsBad. 1945 beschlagnahmten die Besatzungstruppen das Gebäude, so dass die Familie ihre Residenz verlassen musste.
  19. Pfarrkirche St. Margareta, Heinrich-Fetten-Platz
    An die Stelle der ursprünglichen Friedhofskapelle trat 1274 die erste Pfarrkirche. Der Bau der dreischiffigen gotischen Basilika entstand im Wesentlichen wahrscheinlich in der 1. Hälfte des 14. Jhs. unter Erzbischof Walram von Jülich. 1735 wurde der Turm mit einer barocken Haube gekrönt.  Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung musste die Kirche erweitert werden. Der bedeutende Kirchenbaumeister V. Statz löste die Aufgabe 1885-1887, indem er ein neugotisches Querschiff einfügte und den Chor vergrößerte. 1905 wurde der Turm überformt. Berühmt ist die Kirche auch für ihre Innenausstattung wie den Ursula-Schrein und zwei Tafelbilder aus dem 16. Jh.
  20. Hospitälchen
    Ein Hospital war im Mittelalter und in der frühen Neuzeit kein Krankenhaus, sondern ein Alters- und Siechenheim. Seit 1496 ist ein "Hoßpitall zome Bruell" nachweisbar. Das Hospitälchen an der Pfarrkirche entstand im 18. Jh. Im 20. Jh. verkam es zu einem ungepflegten Mietshaus. 1974 wurde dieses älteste Brühler Altersheim abgerissen, um Platz für einen Wendehammer zu schaffen. Um es nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, ließ der Rat der Stadt Brühl das Konterfei des Gebäudes durch G. Obermeier auf eine anschließende Brandmauer aufmalen.
  21. Alter Friedhof, Mühlenstraße
    Der älteste Friedhof lag einst rund um die Pfarrkirche. 1794 wurde dort die barocke Kreuzigungsgruppe aufgestellt, die Kurfürst Clemens August einst vor einer Kapelle auf dem Schnorrenberg hatte errichten lassen. 1827 wurde der Friedhof auf Kosten der Zivilgemeinde aus hygienischen Gründen "außerhalb" der Stadt verlegt. Auch die Kreuzigungsgruppe kam auf den "neuen" Friedhof. Bis 1911 trugen die Brühler hier ihre Toten zu Grabe; einige Grabsteine erinnern noch heute an bedeutende Persönlichkeiten aus dem 19. Jh. Dann war dieser Friedhof zu klein, so dass nur noch Erbbegräbnisse (bis 1949) gestattet wurden. 1974 wurde er in einen Park umgewandelt.
  22. Haus "Ewige Lampe", Uhlstraße
    1898 wurde das für die damalige Zeit imposante viergeschossige Haus mit vorgezogenem Erker und spitzem Türmchen durch den Kölner Architekten F.J. Schumm gebaut. Der Name des Hauses "Ewige Lampe" geht auf die Erzählung zurück, dass in diesem Haus nie das Licht ausgegangen sei, da in ihm eine Gaststätte und eine Bäckerei untergebracht waren. Verließ der Wirt spät in der Nacht seine Kneipe, kam der Bäcker bereits in seine Backstube.
  23. Clemens-August-Schule (einst Alumnat)
    1899/1900 wurde das Gebäude als Alumnat (Pensionat) errichtet. Dadurch erhoffte der Rat zusätzlich Schüler für das Gymnasium zu gewinnen. Im 1. Weltkrieg diente das Gebäude als Reservelazarett. Nach dem Krieg wurde das Alumnat geschlossen und 1920 zu einer Knaben- und Mädchenschule umgebaut.
  24. Pfarrkirche St. Matthäus, St. Albert-Straße
    Ganz in der Nähe wurde der berühmte Grabstein eines germanischen Christenmädchens (Rignedrudis) gefunden. Er beweist, dass um die Mitte des 1. Jahrtausends in Vochem Christen lebten. So verwundert es nicht, dass schon vor 1000 Jahren in Vochem eine Kapelle stand. 1717/18 wurde das Gotteshaus grundlegend restauriert. 1893 musste die kleine Kirche einer dreischiffigen neugotischen Hallenkirche weichen, die heute noch steht. 1963 wurde sie durch die Erweiterung der beiden Seitenschiffe vergrößert.
  25. St. Servatius, Servatiusstraße
    Durch die Zunahme der Bevölkerung Ende des 19. Jahrhunderts, bedingt durch den Braunkohlenabbau, erwies sich die alte Kapelle auf dem "Kirchberg", die an der heutigen Schulstraße stand, als zu klein. So entschloss sich die Gemeinde zum Bau eines neuen Gotteshauses. St. Servatius wurde 1903/1904 als dreischiffige neugotische Hallenkirche aus Backstein nach Plänen des Architekten Tepe gebaut. 1910 folgte der Turm. Die Innenausstattung besteht aus einer Mischung barocker, neugotischer und moderner Ausstattungsstücke. Besonders sehenswert sind der aus St. Margareta stammende Altar zu Ehren der heiligen Matthias und Jakobus sowie die neugotischen Glasfenster. Eigene Akzente setzen die modernen Glasfenster des einheimischen Künstlers Hoffschilz, die u.a. Motive des katholischen Glaubensleben darstellen. Der Hochaltar ist eine Schöpfung des Bildhauers Theo Heiermann aus Sürth.
  26. Sudturm der ehemaligen Giesler Brauerei, Uhlstraße 100
    1874 erwarb Friedrich Giesler die Brauerei "Zum Vorgebirge" an der Uhlstraße. Der wachsende Markt führte 1901 zum Neubau des Sudhausgebäudes mit Turm. Im Zweiten Weltkrieg beschädigten Fliegerbomben die Produktionsanlagen stark. Erst 1948 konnte die Friedrich Giesler'sche Brauerei ihren Betrieb wieder aufnehmen. Die Brauerei kann ihren Wachstum fortsetzen. 1980 wird zum ersten Mal ein Ausstoß von über 100.000 hl erreicht. Im hart umkämpften Brauereimarkt übernimmt die Kölner DOM-Brauerei 1998 den Brühler Traditionsbetrieb Giesler. Wenig später wird die Bierproduktion in Brühl eingestellt. 2005 erfolgt der Abriss der Produktionsanlagen. Nur das unter Denkmalschutz stehende Sudhausgebäude mit Turm bleibt erhalten, eingerahmt vom neuen Einkaufszentrum "Giesler Galerie". 





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