Welcher Gewinn bleibt für die Stadt?
Der Förderverein Brühler Städtefreundschaften
Der Verein, der im Oktober 2002 gegründet wurde, übernimmt Aufgaben, die vorher noch von der Verwaltung geleistet werden. Er betreut Delegationen aus den Partner- und Freundschaftsstädten, organisiert und finanziert Veranstaltungen, Ausflüge und Gesellschaftsabende. Dazu erschließt er neue Finanzquellen und wirbt Sponsorengelder ein. Für den Haushalt der Stadt bedeutet dieses, Personalkosten und Sachmittel einzusparen.
Die Spielplatzpatenschaften
Engagierte Bürgerinnen und Bürger haben die Pflege der Spielplätze Elisabethstrasse, Vogelsang, Partnerschaftsweg, Unter Eschen und Weiherhofstrasse übernommen. Sie hacken und jäten die Gehölzflächen, beseitigen Unrat wie Papier, Dosen, Flaschen und Plastik und kehren im Herbst das Laub. Der positive Effekt für die Stadt liegt nicht nur darin, dass die Spielplätze sauber und gepflegt sind. Durch die soziale Kontrolle findet weniger Vandalismus statt, und Beschädigungen an Spielgeräten werden umgehend an den Fachbereich Lokale Agenda, Umwelt und Öffentliche Einrichtungen gemeldet, der schnell Abhilfe schaffen kann. Eine Spielplatzpatenschaft kann von Vereinen, Gruppen und von Privatpersonen übernommen werden. Die Patinnen und Paten erhalten eine kleine finanzielle Entschädigung für ihre Arbeit (Spielplatzgrösse in m2 x 0,26 Cent).
Die Baumpatenschaften
38 Baumpatinnen und Baumpaten sind gewonnen. Sie achten auf "ihre" Straßenbäume, melden Schäden an den Betriebshof, im Sommer wässern sie die Bäume und bepflanzen die Beete, im Herbst kehren sie das Laub, ganz im Sinne der Aktion "Achtet auf Brühl" .
Der Brühl Café
Das Projekt wurde durch das Agenda-Büro initiiert und trägt sich selbst. Das Ziel, 1 Tonne Brühl Café pro Jahr zu verkaufen, wurde bereits 2002 erreicht, und der Kaffee wird heute in vielen Verkaufsstellen vertrieben. Für die Stadt Brühl bedeutet der Brühl Café auch einen Beitrag zur touristischen Stadtwerbung, denn viele Gäste nehmen es mit als Erinnerung an eine Stadt, die sich weltoffen und global verantwortungsbewusst präsentiert.
Die Aktion "Kindgerechte Gastronomie"
"Es ist gar nicht so schwer ist, aus einem Gastronomiebetrieb einen kinderfreundlichen Betrieb zu machen," davon ist der Arbeitskreis "Kindgerechte Stadt" überzeugt. Denn Eltern erwarten keine aufwendige Ausstattung, luxuriöse Spielsachen oder andere kostenintensive Sonderleistungen des Gastronomiebetriebes. Wichtig sind vielmehr eine Nichtraucherzone, ein großzügiges Raumangebot, ein bewusstes und vorrangiges Bedienen der Kinder, eine Kinderspeisekarte oder individuell bestellbare Speisen. Dadurch wird das Gastronomie-Angebot für Familien mit Kindern attraktiver gestaltet.
Ein kindgerechtes Angebot ist auch für die Gastronomie von Vorteil, denn diese erschließt sich die Kunden von morgen. Verschiedene Untersuchungen aus jüngster Zeit belegen, dass Familien mit Kindern für die Gastronomie eine wichtige Zielgruppe sind. Der Deutsche Hotel und Gaststättenverband kommt zu dem Schluss "Familien mit kleinen Kindern kommen meist früher und sind oft schon wieder gegangen, wenn andere Gäste kommen, das heißt, ihre Verweildauer ist meist kürzer als die von reinen Erwachsenengruppen." Das kann viel zur besseren Kapazitätsauslastung beitragen. Für Anregungen und Rückfragen stehen die Mitglieder des Arbeitskreises "Kindgerechte Stadt" und Simone Bergheim unter Tel.: 0 22 32 / 4 71 45 zur Verfügung.
Der Agenda-Markt der Möglichkeiten
Hier präsentieren die verschiedenen gemeinnützigen Vereine ihre Arbeit und werben um Mitarbeit. Firmen informieren Bauwillige und HausbesitzerInnen über Solar- und Regenwasseranlagen und die neuesten technischen Standards moderner Heizungsanlagen, die Stadtwerke über Energieversorgung, über Energieeinsparmöglichkeiten und über die Fahrpläne des Stadtbus-Systems. Brühler Fahrradhändler, Pro Bahn, der ADFC und die VerbraucherZentrale stellen ihre Angebote vor, und Brühler Schulen informieren über ihre Programme und ihre Arbeit. Das Informationsangebot des Marktes ist kostenlos, breit gefächert und findet großes Interesse, wie die vielen Besucherinnen und Besucher zeigen.
Der Waldkindergarten Brühl e.V.
Kindergärten erhalten vom Land NRW keine Förderung mehr. Denn heute werden ausreichend Kindergartenplätze angeboten, auch in der Stadt Brühl. Insbesondere ein personalintensiver Waldkindergarten ist deshalb für die Stadt nicht zu finanzieren. Das steht dem Wunsch der Eltern entgegen, die sich seit vielen Jahren für einen Waldkindergarten einsetzen. Auf der Zukunftskonferenz haben sich engagierte Bürgerinnen und Bürger das Ziel gesetzt, an einem Waldkindergarten in privater Trägerschaft zu arbeiten und haben dieses Ziel fast erreicht. Der Verein "Waldkindergarten Brühl e.V." bietet Eltern, die sich das Walderleben für ihre Kinder wünschen, zwei privat organisierte Wald-Spielgruppen an. Bald soll eine echte Wald-kindergartengruppe folgen. Würde die Stadt Brühl dieses Angebot selbst schaffen, müsste der Rat für eine Gruppe mit 15 Kindern 55.000 € jährlich im Haushalt bereitstellen, wobei in diesen Kosten die Elternbeiträge bereits als Einnahmen verbucht sind.




