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Gestaltung Bahnhof und Umfeld

Das historische Bahnhofsgebäude und seine unmittelbare Umgebung bedürfen vor dem Hintergrund ihrer exponierten Lage in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Welterbestätten einer städtebaulichen Neuordnung, Aufwertung und Umgestaltung. Der Brühler Stadtrat hat die Entwurfsplanung zur Umgestaltung des Brühler Bahnhofs und des Bahnhofsumfeldes im Rahmen des Investitionsprogramms nationale UNESCO-Welterbestätten im April 2009 beschlossen.

Nur Bahnhofsgebäude wird saniert

Brühler Bahnhof um 1875. Der 1961 abgerissene historische Uhrenturm soll wieder neu gebaut werden.
Großbildansicht Brühler Bahnhof um 1875. Der 1961 abgerissene historische Uhrenturm soll wieder neu gebaut werden.

Im Oktober 2009 erhielt die Stadtverwaltung einen Zuwendungsbescheid aus dem Investitionsprogramm nationale UNESCO-Welterbestätten des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung über 800.000 € für die Sanierung des Brühler Bahnhofsgebäudes. Abweichend von der Antragstellung, die dem gesamten Bahnhofsumfeld galt, wurde nur die Hochbaumaßnahme "Sanierung des Bahnhofsgebäudes" gefördert.

Vorentwurf für die Restaurierung mit Uhrenturm
Großbildansicht Vorentwurf für die Restaurierung mit Uhrenturm

Zugesagt ist eine Förderung von 100.000 € im Jahre 2011, 300.000 € in 2012 und 400.000 € in 2013. Nachdem der Zuwendungsbescheid vorlag, wurde der auf einer ersten Kostenschätzung beruhende Investitionsbedarf der Gebäudesanierung durch das Architektur-Büro Büder & Menzel überprüft und die Maßnahmen zur Sanierung mit dem Landeskonservator und der Unteren Denkmalbehörde abgestimmt. Die Prüfung ergab einen wesentlich höheren Betrag, als zum Zeitpunkt der Antragsteilung geplant. Die Gesamtkosten liegen danach 2,1 Millionen Euro.

Trotz gestiegener Gesamtkosten wird es eine Änderung der Zuwendung nicht geben. Die Verwaltung hat inzwischen für die übrigen Maßnahmen, wie die Aufzugsanlage zu den Bahnsteigen, Umbau des Bahnhofsumfeldes, Erweiterung der Radstation, Neubau Kiosk und WC-Anlage einen Einplanungsantrag beim Nahverkehrsverbund Rheinland gestellt - Gesamtvolumen 3,6 Millionen Euro.

Bei optimalem Verlauf könnte Ende des 2011 mit dem Umbau begonnen werden. Die historische Gestalt eines der ältesten Bahnhofsgebäude des Rheinlandes gilt es zu eralten. So werden die urspünglich vorhandenen Klapp-Fensterläden im ersten Obergeschoss wieder angebracht, der abgerissene Uhrenturm nau aufgebaut. Der Bahnhof wurde 1845 anlässlich des Besuchs der Königin Victoria von England fertiggestellt.

Im Inneren will die Stadt moderne Nutzungsmöglichkeiten und einen hellen Gastraum vorsehen, Fachwerk-Wände freilegen und die historische Treppe als Kunstwerk sanieren. Das Restaurant im Erdgeschoss wird ebenfalls erneuert und zu einem hellen Gastraum mit 80 Sitzplätzen ausgebaut.

Nach der Fertigstellung soll das komplette Gebäude verpachtet werden.

Im Rahmen des Programms sollte die Sanierung von Teilbereichen des Bahnhofsgebäudes durchgeführt werden. Geplant sind der Abbruch und Neubau des Nebengebäudes, die Einhausung der Lüftungsanlage, eine Brandschutzertüchtigung des Treppenhauses und eine Haustechniksanierung.

Desweiteren sind die Sanierung des Sockels, die Erneuerung der einfachverglasten Fenster sowie der Einbau von denkmalgerechten Fenster-Klappläden vorgesehen.

Gestaltungsplan Bahnhofsvorplatz Brühl
Großbildansicht Gestaltungsplan Bahnhofsvorplatz Brühl

Die Entwurfsplanung sah ursrünglich eine denkmalgerechte Sanierung des Bahnhofsgebäudes und städtebauliche Aufwertung und Umgestaltung des unmittelbaren Umfeldes, sowohl im Hochbau- als auch im Tiefbaubereich vor und umfasste ursprünglich folgende Einzelmaßnahmen:

  1. die gestalterische Aufwertung und Erneuerung der Verkehrsflächen vor dem Bahnhof und die Sichtbetonung der Achse zwischen Schloss Augustusburg und dem Bahnhofsgebäude;
  2. die Neuordnung der öffentlichen Verkehrsfunktionen und Organisation eines Bushaltepunktes außerhalb der Sichtachse zwischen Bahnhof und Schloss;
  3. die bauliche - und denkmalpflegerische Sanierung des Bahnhofsgebäudes;
  4. den barrierefreien Ausbau des seitlichen Bahnhofsvorplatzes mittels Einbau von 3 Aufzügen zu den Bahnsteigen;
  5. den Neubau eines öffentlichen Toiletten - und Kioskgebäudes;
  6. die bauliche Erweiterung der Radstation (mit Lichtbändern).
Im Rahmen eines Förderprogramms des Bundes für Investitionen in nationale UNESCO-Weltkulturerbestätten sollten dringend notwendige Investitionen in den Erhalt der historischen Stätten von Weltrang ermöglicht werden. Gleichzeitig sollte das Programm einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung der Welterbestädte leisten und Impulse für Beschäftigung und Wachstum in der Region geben.

Der Grundsatz der Komplementärfinanzierung bestimmt eine Finanzierung 2/3 Bund und 1/3 Kommune.



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Kontakt:

Abteilungsleiter Stadtplanung

Walter Schaaf
Uhlstraße 3 (Rathaus, Zi. A 119)
50321 Brühl
Telefon: 02232 79-5080
Fax: 02232 79-5190
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