Rathaus Steinweg: Hauptausschuss genehmigt die Entwurfsplanung

Der Hauptausschuss des Rates der Stadt Brühl hat in seiner letzten Sitzung mehrheitlich den Beschluss zur Freigabe der Leistungsphase 3 gefasst. Damit ist nach der Grundlagenplanung und der Vorplanung nun auch die Entwurfsplanung gemäß Zeitplan genehmigt. Auf Basis der Entwurfsplanung wird nun die Genehmigungsplanung für die Erteilung der Baugenehmigung und die Ausführungsplanung für die Erstellung der Ausschreibungen erstellt.

Mit Abschluss der Leistungsphase 3 stehen nunmehr auch die Bruttogrundflächen (BGF) fest. Der denkmalgeschützte Rathaus-Altbau im Steinweg einschließlich der ehemaligen Rathausgalerie in der Uhlstraße 2 weisen eine Grundfläche von ca. 1.600 qm, die durch den Neubau um ca. 3.600 qm ergänzt wird, sodass im neuen Rathauskomplex dann insgesamt eine Bruttogrundfläche von ca. 5.200 qm zur Verfügung steht.

Mit Abschluss der Entwurfsplanung wurde auch eine Kostenberechnung vorgelegt. Bezüglich der Kosten wurde bisher eine aus 2016 basierende Kostenbetrachtung herangezogen, die im Rahmen einer Wirtschaftlichkeitsanalyse durchgeführt wurde. Diese Kostenbetrachtung basierte jedoch auf einem fiktiven Gebäude und diente der Entscheidungsfindung Sanierung oder Neubau. Die im Rahmen dieser Wirtschaftlichkeitsanalyse Anfang 2016 ermittelten Kosten lagen bei ca. 13 Millionen Euro. Seitdem hat eine Kostensteigerung gemäß Baukostenindex um 11 Prozent stattgefunden.

Die jetzige Kostenberechnung erfolgte nun auf der Grundlage detaillierter Untersuchungen des Baubestandes sowie einer Konkretisierung der geplanten Nutzung sowie des Raumprogramms. Zudem wurden bauliche Details, wie z.B. der Baugrubenverbau mit den geringst möglichen Auswirkungen auf die Innenstadt, die Schadstoffuntersuchungen, Brandschutz und Planungsrecht betrachtet. In Summe ergeben sich jetzt Projektkosten in Höhe von 16,6 Millionen Euro.

Diese Berechnung basiert allerdings zwingend auf Standardkostenansätzen. Höhere Vergabeergebnisse aus zu erwartenden Preissteigerungen werden dabei nicht berücksichtigt. So wird die Kostenberechnung bereits jetzt durch das Vergabeergebnis im Gewerk Spezialtiefbau deutlich überschritten. Des Weiteren birgt das Bauen im Bestand, hier im denkmalgeschützten Altbau, unvorhersehbare Kostenrisiken, wie z.B. die Notwendigkeit von Schadstoffbeseitigungen, der Sanierung der Dachkonstruktion, der Kellerentfeuchtung, der Deckenertüchtigung in der Rathausgalerie sowie der Instandsetzung des Ziergiebels und der Stuckdecken.

Weitere Risiken, die sich unter Anderem aus Preissteigerungen in der Baubranche auf Grund der aktuell ungewöhnlichen Marktsituation, der hohen Auslastung und fehlender Fachkräfte in diesem Bereich ergeben, sind zu beachten. Ein zusätzliches Kostenrisiko besteht in möglichen Nachträgen durch Massenmehrungen oder durch ggf. notwendige Planungsanpassungen.

Unter Berücksichtigung entsprechender Risikoaufschlägen wird nun ein Gesamtbudget ohne Einrichtung in Höhe von ca. 21 Millionen Euro erwartet. Im Rahmen der anstehenden Haushaltsberatungen werden die Mittel entsprechend fortgeschrieben.

Die Bibliotheksplanung wurde zu einem späteren Zeitpunkt vergeben, so dass diesbezüglich die Leistungsphase 3 noch nicht abgeschlossen ist. Die notwendigen Abstimmungen mit den Gebäude-Architekten sind allerdings bereits soweit erfolgt, dass die weitere Bibliotheksplanung keine relevanten Auswirkungen auf das Gebäude und die Baukosten erwarten lässt.

Bürgermeister Dieter Freytag betonte kürzlich in seiner Haushaltsrede, dass es sich bei dem Rathausneubau nicht um ein Luxusprojekt handelt. Jeder, der sich mit den bislang vorliegenden Plänen befasse, werde dies feststellen. Dennoch sei es wichtig, mit dem modernen Neubau und der schon lange überfälligen Sanierung des denkmalgeschützten Altbaus den Brühler Bürgerinnen und Bürgern, aber auch den Beschäftigten im Rathaus moderne, zukunftsweisende Arbeitsplätze anzubieten. Freytag: „Das Rathaus wird durch seine offene Gestaltung und die Möglichkeiten, Räumlichkeiten zu anderen Zwecken nutzen zu können, auch ein Rathaus für die Brühlerinnen und Brühler. Nicht zuletzt liegt auf dem Bereich Bürgerservice mein besonderes Augenmerk.“

Wer sich noch eingehender über die Planungen und den Sachstand zum Rathausprojekt informieren möchte, dem bietet eine Informationsveranstaltung Gelegenheit. Am Mittwoch, dem 16. Januar 2019, findet um 19.30 Uhr in der Mensa der Clemens-August-Schule, Clemens-August-Str. 33, eine Einwohnerversammlung statt. Dort werden nicht nur die Architekten und Fachleute, sondern auch die Vertreter der Stadt und der Fraktionen im Rat der Stadt Brühl Rede und Antwort stehen.

Aktuelle Informationen finden Sie hier.

zurück

Um zum News-Archiv zu gelangen, klicken Sie bitte hier.

Stadt Brühl

Uhlstraße 3

50321 Brühl

telefon:02232 79-0

fax:02232 48051