Corona-Krise: Land verordnet strengere Regeln

Bürgermeister Dieter Freytag begrüßt die Leitlinien, auf die sich Bund und Länder am Wochenende geeinigt haben. Neben strengeren Verhaltensregeln werden weitere zusätzliche Maßnahmen vorgeschrieben, die eine Ausbreitung des Coronavirus verhindern bzw. verlangsamen sollen.

So werden die Bürgerinnen und Bürger angehalten, an jedem Ort die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren, nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet. In der Öffentlichkeit ist zu anderen als diesen Personen ein Mindestabstand von mindestens 1,5 m einzuhalten.

Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben nach wie vor möglich. Völlig inakzeptabel sind angesichts der ernsten Lage auf jeden Fall Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen.

Verstöße gegen die Kontakt-Beschränkungen sollen von den Ordnungsbehörden und der Polizei überwacht und bei Zuwiderhandlungen sanktioniert werden.

Gastronomiebetriebe werden nun landeseinheitlich geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.
Neu ist, dass Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe, die nach bisheriger Erlasslage noch geöffnet sein durften, nun geschlossen werden müssen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Nur medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter möglich.

In allen Betrieben und insbesondere solchen mit Publikumsverkehr ist es wichtig, die Hygienevorschriften einzuhalten und wirksame Schutzmaßnahmen für Mitarbeitende und Besuchende umzusetzen.

All diese Maßnahmen sollen eine Geltungsdauer von mindestens zwei Wochen haben.

Bürgermeister Dieter Freytag berichtet, dass der Umgang mit der Pandemie auch den Beschäftigten in der Stadt Brühl alles abverlangt. Der Krisenstab tagt regelmäßig, dringend notwendige Serviceleistungen, die gerade jetzt so wichtige Öffentlichkeitsarbeit und die Beantwortung von Fragen am Bürgertelefon und per Mail müssen sichergestellt werden. Die Verwaltungen muss darüber hinaus die Umsetzung der Notmaßnahmen bewerkstelligen, die Lage auf den Straßen, Plätzen und Parks kontrollieren und sind erste Anlaufstelle für Gewerbetreibende und Eltern, die für ihre Kinder einen Platz in der Notbetreuung brauchen. Das alles zu leisten, während sich die Lage und die rechtlichen Vorgaben ständig ändern, ist nicht einfach.

„Die eindeutigen und einheitlichen Vorgaben für NRW und Deutschland schaffen endlich Klarheit für alle“, so Freytag. „Das hilft uns als Kommune sehr. Ich danke insbesondere den Beschäftigten im Gesundheitssystem, im öffentlichen Dienst und in den Branchen, die das tägliche Leben aufrechterhalten sowie allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verantwortungsbewusstsein und Ihre Bereitschaft, sich an diese Regeln zu halten. Wir werden deren Beachtung konsequent kontrollieren und wenn nötig durchgreifen.“

Die offizielle Rechtsverordnung des Landes NRW, die nun aufgrund der Leitlinien ergehen muss, liegt den Kommunen seit dem späten Sonntagabend vor. Dort werden weitere Konkretisierungen bekannt.

Bürgermeister Freytag weist darauf hin, dass die Rechtsverordnung auf der Website der Stadt Brühl unter der Rubrik „Coronavirus“ hinterlegt ist. Die Website wird ständig aktualisiert. Die Bürgerinnen und Bürger können dort alle vorliegenden Informationen einsehen.
Wer darüber hinaus noch Fragen hat, kann sich telefonisch von montags bis samstags unter 02232 79-7000 an die städtische Hotline wenden oder per Mail an coronavirus@bruehl.de

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