Brühl zeigt „Fair“antwortung – gemeinsam auf dem Weg zur Fair-Trade-Stadt

Brühl zeigt „Fair“antwortung – gemeinsam auf dem Weg zur Fair-Trade-Stadt

Brühl hat gute Aussichten, noch in diesem Jahr die Zertifizierung zur Fair-Trade-Stadt zu erhalten.

Ende Juni 2019 hatten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Gastronomie, Einzelhandel, Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung auf Einladung von Bürgermeister Freytag im Kapitelsaal zur Gründung einer Steuerungsgruppe getroffen mit dem Ziel, Brühl zur Fair-Trade Stadt zertifizieren zu lassen.

Jetzt, gut ein Jahr später, konnten Bürgermeister Freytag und die Sprecherin der Steuerungsgruppe, Heike Kragl-Besse vom Brühler Weltladen, den zur Zertifizierung nötigen Bewerbungsantrag unterschreiben.

Bürgermeister Freytag erinnerte in diesem Rahmen daran, dass anlässlich des Jubiläums des „Eine-Welt-Ladens“ Bürgerinnen und Bürger mit dem Anliegen an die Stadt herangetreten waren, dieser Kampagne beizutreten. Erfreut über dieses bürgerschaftliche Engagement schlug er dem Rat die Beteiligung vor.

Der Rat der Stadt Brühl sprach sich Ende 2018 für eine Beteiligung der Stadt Brühl an der weltweiten Kampagne „Fairtrade-Towns“ aus und beauftragte den Bürgermeister, gemeinsam mit den Initiatoren und weiteren Mitgliedern der Steuerungsgruppe die Bewerbung für den Titel „Brühl wird Fairtrade-Stadt“ auf den Weg zu bringen, im Bürgermeisterbüro sowie in den Rats-und Ausschusssitzungen künftig Produkte aus fairem Handel zu verwenden (z.B. Kaffee, Tee, Orangensaft) sowie die Kampagne nachhaltig und öffentlichkeitswirksam zu begleiten und sich in die Steuerungsgruppe einzubringen. Der Rat selbst entsandte aus seinen Reihen Robert Saß (GRÜNE) und Marcus Venghaus (SPD) in die Steuerungsgruppe.

Was eine Stadt leisten muss, um nach den Anforderungen der Organisation „Fairtrade Towns“ zertifiziert zu werden, richtet sich nach der jeweiligen Einwohnerzahl. Für Brühl gilt: Mindestens zehn Einzelhandelsgeschäfte, fünf Gastronomiebetriebe, eine Schule, eine kirchliche Einrichtung und ein Verein müssen mindestens zwei fair gehandelte Produkte ausgeben oder im Sortiment haben. Das im Rathaus bei Sitzungen fairer Kaffee und Zucker aus fairem Handel ausgeschenkt wird versteht sich von selbst.

„Die gute Zusammenarbeit innerhalb der Steuerungsgruppe sowie der Zuspruch der Akteure hat dazu geführt, dass trotz erschwerter Bedingungen in Coronazeiten und des Lockdowns die erforderlichen Kriterien problemlos erfüllt und sogar übertroffen werden konnten“, so Sprecherin Heike Kragl-Besse.

Die Bearbeitungszeit der Zertifizierungsunterlagen bei der Organisation TransFair e.V. in Köln beträgt etwa acht Wochen, sodass Brühl noch in 2020 zur Fairtrade Stadt zertifiziert werden kann.

Nikolaj Backhaus von der Rösterei Moccafair betonte, dass damit die Arbeit der Steuerungsgruppe aber noch lange nicht beendet sei. Vielmehr sollen in Zukunft neben fairem Handel auch Nachhaltigkeit und Klimaschutz auf der Agenda der Steuerungsgruppe stehen.

Bürgermeister Freytag berichtete, dass das Vorhaben städtischerseits nicht nur seitens der Wirtschaftsförderung durch Barbara Kirsch, sondern auch durch die kürzlich eingestellte Klimaschutzbeauftragte der Stadt Brühl, Astrid Mühlenbrock, unterstützt wird, die diese Aufgabe neben der Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Brühl wahrnimmt.

Bürgermeister Freytag bedankte sich bei den Mitgliedern der Steuerungsgruppe und wünschte viel Glück für die Zertifizierung.

Wer sich für die Kampagne interessiert oder mitmachen möchte, schickt eine E-Mail an weltladen-bruehl@2d33ea6e91504475b33b7c4fee70e121web.de oder an die Sprecherin der Steuerungsgruppe Heike Kragl-Besse (kragl768574943ae14aabbc1de68ee243280d.besse@8cc4886577a14fc4a6911fcf983a9b2ct-online.de) oder auch an Barbara Kirsch über wirtschaftsfoerderung@4588d1ca6e364b35ab33970e43072191bruehl.de

Weitere Infos zum „Fairen Handel“ finden Sie beim Forum Fairer Handel https://www.forum-fairer-handel.de/startseite/ und bei Transfair e.V. https://www.fairtrade-towns.de/kampagne/

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