1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland - Jüdische Kulturwochen 2021 vom 22.10. – 09.11.2021

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland - Jüdische Kulturwochen 2021 vom 22.10. – 09.11.2021

Mit Blick auf ein Edikt von Kaiser Konstantin aus dem Jahr 321, in dem festgelegt wurde, dass Juden städtische Ämter in der Kurie, der Stadtverwaltung Kölns, bekleiden dürfen und sollen, wird in ganz Deutschland 1700 Jahre jüdisches Leben gefeiert.
Im Rahmen der kreisweiten jüdischen Kulturwochen 2021 beteiligt sich die Stadt Brühl mit einem abwechslungsreichen Programm vom 22. Oktober bis zum 9. November 2021.

Die Auftaktveranstaltung findet am 24.10. um 11 Uhr mit dem Film „Swimmingpool am Golan“ von und mit Regisseurin und Schauspielerin Esther Zimmering im ZOOM Kino statt. Begleiten Sie Zimmering bei dieser geschickten Verflechtung von Autobiographie und politischen Ereignissen auf einer Reise durch ihre persönliche, familiäre und nationale Vergangenheit. Karten sind für 5 € im ZOOM Kino erhältlich.

Im Museum für Alltagsgeschichte findet vom 22.10. – 9.11. täglich eine Sonderausstellung zum Thema „Schalom Nachbar – Anders, aber nicht fremd“ statt. Der Eintritt liegt bei 3 €.
Ab dem 10.11. kann die Ausstellung noch bis zum 12.12.2021 zu den gewohnten Öffnungszeiten mittwochs, samstags und sonntags besucht werden.

Im Fenster des Begegnungszentrums MargaretaS zeigt das Stadtarchiv gemeinsam mit der katholischen Kirche vom 22.10 – 09.11. Informationstafeln zum Thema „1700 Jahre jüdisches Leben in der Region Rhein-Erft-Rur“.

Am 29.10. um 18 Uhr kann der Film „Masel Tov Cocktail“ online über www.kkib.de angesehen werden. Der Film befasst sich mit dem 16-jährigen Dima, der vom naiven Philosemitismus, über Ignoranz, Zionismus bis zum Antisemitismus wie im Zeitraffer erlebt, was in Deutschland zum Judentum gedacht und laut oder leise gesagt wird.

Die Türen der Galerie am Schloss öffnen sich am 04.11. um 19:30 Uhr für den Berliner Rabbiner Walter Rothschild und sein Programm Leider-Abend“. Der Weltbürger, Autor, Eisenbahn-Spezialist und Kabarettist erzählt aus seinem Leben und singt, begleitet von Komponist und Pianist Max Doehlemann leider Lieder. Karten sind im Brühl Info für 5 € erhältlich. 

Am 05.11. findet um 19 Uhr ein interreligiöser Dialog mit Rabbiner Walter Rothschild unter dem Motto „Verantwortung als Prinzip“ im Begegnungszentrum MargaretaS statt. Unter anderem wird die Frage gestellt, was die Wahrnehmung der Verantwortung in heutiger Zeit überhaupt konkret beinhaltet.

Um sich noch einen tieferen Blick in das Leben der Brühler Juden zu ermöglichen, können Interessierte am 06.11. für 3 € um 11 Uhr an einem 90-minütigen Stadtspaziergang unter dem Motto „Shalom Brühl: Menschen jüdischen Glaubens in der Stadtgesellschaft“, geleitet von Anja Broich, teilnehmen.

Um einmal zu zeigen, dass es auch andere Momente in der jüdischen Geschichte Brühls gibt, als die Verfolgung unter den Nationalsozialisten, wird Wolfgang Drösser am 07.11. um 11 Uhr das „Leben der Juden in Brühl nur bis 1933“ im Kapitelsaal thematisieren.

Am 07.11. um 14:30 Uhr findet unter der Leitung von Sabine Hittmeyer-Witzke ein etwa zweistündiger Rundgang für 3 € unter dem Titel „Informativer Rundgang zum jüdischen Leben in Brühl“ statt.
Um 15 Uhr können Sie an einem kulturhistorischen 45-minütigen Rundgang unter dem Titel „Shalom Brühl: Der jüdische Friedhof“ mit Anja Broich teilnehmen.

Als Vorbereitung auf den Schweigegang liefert Dr. Karin Tieke am 08.11. von 19:00 bis 20:30 Uhr eine Antwort auf die Frage „Wie kam es zum Schweigegang?“. Dr. Werner Höbsch berichtet als Zeitzeuge und Mitorganisator des Schweigegangs. Die Veranstaltung im VHS-Haus (An der Synagoge 2) zeigt auf, auf welche Weise eine Erinnerungskultur in Brühl lebendig ist und warum die Auseinandersetzung mit der Geschichte der NS-Zeit auch heute noch notwendig und aktuell ist. Im Anschluss an den Vortrag ist Gelegenheit zu Fragen und zur Diskussion.

Zu Ehren und zur Erinnerung an die Opfer der NS-Terrorherrschaft findet am Tag der Reichspogromnacht, dem 09.11., um 19 Uhr der alljährliche Schweigegang statt. An dieser Stelle soll auch daran erinnert werden, dass Schritte zur Versöhnung nicht durch Verdrängen und Vergessen möglich sind, sondern nur durch Erinnerung an die Leiden aller Opfer von Terror und Gewalt.

Eine Teilnahme an den Veranstaltungen ist mit gültigem Covid-Nachweis (geimpft, getestet, genesen) möglich!

Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen sind im Veranstaltungskalender und in der HIERO Brühl App zu finden.
Bei Veranstaltungen ohne weitere Ausführungen ist der Eintritt frei.

Hier gelangen Sie zum Programmflyer.

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Absage aller städtischen Veranstaltungen

Alle städtischen Veranstaltungen werden bis auf Weiteres abgesagt. Das betrifft unter anderem von der Stadt veranstaltete Kultur-, Informations- und Bürgerveranstaltungen sowie städtische Veranstaltungen in Außenstellen der Stadt Brühl, beispielsweise die KulturGarage.

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Infos und Kontaktmöglichkeiten gibts im Veranstaltungskalender. 

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