Stadtverwaltung rät ausdrücklich davon ab, Grundstück für die neue Hauptfeuer- und Rettungswache an der Römerstraße zu betreten

Anfang der Woche berichtete die Stadtverwaltung auf ihrer Website und auf Social Media darüber, dass die StadtServiceBetriebe Brühl AöR für die Stadt Brühl auf dem freien städtischen Grundstück an der Römerstraße zwischen Liblarer Straße und Neue Bohle eine neue Hauptfeuer- und Rettungswache realisieren wird und die ersten Arbeiten zur Vorbereitung beginnen.

Heute und morgen werden Baustelleneinrichtungen zur Sicherung des Geländes vorgenommen. Ab Montag, dem 24. Januar 2022, finden auf dem Grundstück - nach einer vorhergehenden Sondierung bzw. Erkundung der Geländesituation, die selbstverständlich mit Vorsicht und Sensibilität, jedoch mit schwerem Gerät ausgeführt wird – erste Rodungsarbeiten statt. Diese sollen je nach Witterungslage innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen sein.
Die Rodung des Geländes muss nach dem Bundesnaturschutzgesetz bis Ende Februar erfolgt sein, da vom 01. März bis zum 30. September ein Verbot zum Roden, Abschneiden und Zerstören von Hecken, Bäumen und Gebüsch besteht. Die Rodung zum jetzigen Zeitpunkt ist zudem notwendig, damit danach unter anderem Vermesser, Bodengutachter und auch Kampfmittelsondierer das Grundstück, welches nicht unter Landschafts- oder Naturschutz steht, betreten und begutachten können.
Untersuchungen im Vorfeld haben ergeben, dass die Rodung außerhalb der Vogelschutzzeit aus artenschutzrechtlicher Sicht zulässig ist. Zudem war ein Gutachter explizit damit beauftragt, nach geschützten Haselmäusen zu suchen. Aufgestellte Nist-Höhlen hätten bei einem Positivfund die Umsiedlung ermöglicht.
Aktuell werden Stimmen aus der Bevölkerung laut, die aktiv dazu aufrufen, das Grundstück nach Igeln und anderen Wildtieren abzusuchen.
Anlässlich dieser Aufrufe wurde erneut mit dem Büro Kontakt aufgenommen, welches das Artenschutzgutachten erstellt hat. Im Ergebnis gelten bei dem Vorhaben keine artenschutzrechtlichen Verbotstatbestände und die Chancen bei dieser zugewachsenen Fläche einen Igel zu finden, würden gegen null gehen.

Es handelt sich bei dem städtischen Grundstück um eine undurchdringliche Brachfläche mit steilen Böschungen und Unebenheiten. Die Stadtverwaltung warnt daher zum Schutze des eigenen Leibes und Lebens ausdrücklich vor dem Betreten und rät dringend davon ab, Aufrufen zum Betreten Folge zu leisten! Jegliches Betreten ohne das ausdrückliche Einverständnis der Stadtverwaltung erfolgt unbefugt und damit auch ohne jedwede Haftung der Stadt, falls sich diese das Gelände somit rechtswidrig betretende Person dort einen Schaden zuziehen sollte!

Über weitere geplante Schritte und Verfahren, wie z. B. die aktive Bürgerbeteiligung, wurde in der Pressemitteilung vom 10.01.2022 informiert. Diese finden Sie unter: https://www.bruehl.de/news/5436/beginn-der-begutachtung-des-grundstuecks-an-der-roemerstrasse-zum-neubau-einer-hauptfeuer--und-rettungswache-

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