Rathaus Steinweg: Abriss beginnt in Kürze

Wie berichtet musste der für Mitte August geplante Start der Rückbau- und Abrissarbeiten durch Schadstofffunde im Gebäude verschoben werden. Zur Vorbereitung der Ausschreibung der Rückbau- und Abrissarbeiten wurde das Rathaus im Steinweg im Hinblick auf mögliche Schadstoffe von einem Gutachter inspiziert, der zahlreiche Stichproben an verschiedenen Stellen im Bestandsgebäude nahm und untersuchte. Da natürlich davon ausgegangen wurde, dass bei Gebäuden in dieser Bauzeit auch Asbest verbaut wurde, wurde insbesondere auch nach Asbestbelastungen gesucht.

Die Untersuchungen wurden fachmännisch und mit größtmöglicher Sorgfalt gemäß den maßgeblichen Technischen Regeln und unter Beachtung der entsprechenden VDI-Richtlinien vorgenommen.

Bei der Beprobung, die im laufenden Betrieb stattfinden musste, wurden Proben von Verputz, Spachtelmassen und Klebern entnommen. Außer im Fensterkitt eines Flurfensters konnte in keiner einzigen Probe Asbest nachgewiesen werden.

Um dem Arbeitsschutz Genüge zu tun und ihren Pflichten als Bauherrin nachzukommen, hatte die Stadt Brühl kurz vor Beginn der eigentlichen Arbeiten dann nochmals tiefergehende Untersuchungen im zwischenzeitlich leer stehenden Gebäude veranlasst. Dadurch sollte auch der vorgeschriebene Nachweis geführt werden, dass die zu deponierenden Stoffe allesamt schadstofffrei sind.

Eine Vielzahl der weiteren Proben führte erneut zu keinem Befund. Allerdings wurden im Rahmen der Probeentnahmen, die im leeren Gebäude weitaus intensiver und umfangreicher durchgeführt werden konnten, im Kleber der Bodenbeläge Asbestfasern und in der Wandverkleidung des Treppenhauses PCB-haltige Stoffe entdeckt.

Daraufhin wurden weitergehende Untersuchungen und Raumluftmessungen beauftragt, die zum Ergebnis hatten, dass es sich bei den Asbestfasern im Kleber um festgebundene Fasern handelt, die erst bei der Bearbeitung gesundheitsschädlich sein können. Das Fazit des Gutachters macht darüber hinaus deutlich, dass keine für die Mitarbeiterschaft besorgniserregende Situation vorgelegen hat.

Dies gilt auch für die festgestellten PCB-Belastungen. Die diesbezüglich gemessen Raumluftwerte liegen vor und nach einer Lüftung auch im stärker betroffenen Treppenhaus deutlich unter dem Interventionswert von 3.000 ng/m³.

Allerdings stellen die gefundenen Stoffe im Rahmen der Rückbau- und Abbrucharbeiten eine Gesundheitsgefährdung dar, sodass deren Entsorgung zu einem finanziellen und zeitlichen Mehraufwand führt. Zwischenzeitlich konnte die Auftragserweiterung aber bereits verhandelt und auf den Weg gebracht werden, sodass mit den Rückbauarbeiten im Gebäude bereits begonnen wurde und voraussichtlich Mitte Oktober die Abbrucharbeiten starten. Die Verzögerung hat keinen Einfluss auf den Baubeginn, der für Herbst 2019 avisiert ist.

Alle weiteren Informationen zum Rathausneubau unter https://www.bruehl.de/rathaus-steinweg

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