Integration

In Brühl leben 46.000 Einwohnerinnen und Einwohner. 12 Prozent davon besitzen einen ausländischen Pass. Viele von diesen Menschen wohnen schon lange in unserer Stadt, andere sind erst seit kurzer Zeit hier. Einige gründen Vereine und Unternehmen und tragen zur kulturellen und wirtschaftlichen Vielfalt in unserer Stadt bei.


Integrationsarbeit

Brühler Integrationspolitik hat eine lange und positive Tradition. Der Brühler Bürgermeister hat das Thema "Integration" schon immer als Chefsache verstanden, um zum Gelingen einer erfolgreichen Integrationspolitik beizutragen.


Perspektivenwechsel

Mit der Verabschiedung des Zuwanderungsgesetzes wurde auch rechtlich die Voraussetzung für einen Perspektivenwechsel geschaffen: Weg von der Betrachtung "Zuwanderung als Problem" zu einem Potentialansatz "Zuwanderung als Chance".

Damit verbunden ist die Einsicht, dass erfolgreiche Integrationspolitik, so wie sie in der Stadt Brühl schon immer verstanden wurde, eine Bereicherung für die Kommune darstellt. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Eine mehrsprachige Bevölkerung stärkt die Chancen eines Standortes im Zeitalter der Globalisierung.
  • Kulturelle Vielfalt bietet neue Möglichkeiten zur Entwicklung einer weltstädtischen Kultur.
  • Familienverbände, nachbarschaftliche Selbsthilfe und Netzwerke von Einwohner/innen stabilisieren die sozialen Strukturen der Kommune, auch und gerade in Zeiten schneller Veränderung.
  • Das ökonomische Engagement von Migrant(inn)en (Existenzgründungen, Erwerb von Wohneigentum, Entwicklung einer Migrantenökonomie) stärkt die lokale Wirtschaft.



In Brühl ist man schon lange aktiv

Es gibt bereits eine Fülle von existierenden Aktivitäten. An dieser Stelle sollen nur erwähnt werden:

  • Die Sprachfördermaßnahmen in den Tageseinrichtungen für Kinder
  • Sprachkurse für Mütter
    integrative Kinder- und Jugendangebote im Kinder- und Jugendtreff 'Klasse' in Vochem
  • Veranstaltungen der GLB zu 'Kopftuch' und anderen aktuellen Themen, wie z.B. die Überplanung des Thüringer Platzes mit ausländischen Mädchen im Rahmen der Zukunftswerkstatt
  • die Zusammenarbeit der Stadtbücherei mit der VHS, insbesondere im Bereich 'Deutsch für Ausländer'

    und vieles mehr.


Angebote

Beratungsangebot für Schwangere, junge Mütter und Frauen

Wöchentlich findet ein Beratungsangebot für Schwangere, junge Mütter und Frauen statt, die spezifische Fragen zu Verhütung und medizinischen Behandlungen, sowie weitergehenden Beratungsangeboten bspw. bezüglich Traumatisierung, etc. haben. Initiator des Angebotes ist 'donum vitae'. Die Beratung findet donnerstags von 11-13 Uhr im KOMM-MIT, Auguste-Viktoria-Str. 1-19, 50321 Brühl, statt.

TEA-Time

Einmal im Monat lädt die Initiative Sonnenlicht zur TEA-Time im KOMM-MIT, Auguste-Viktoria-Str. 1-19, 50321 Brühl, ein. Bei Tee, Kaffee und Gebäck sollen Gespräche angeregt und der Austausch untereinander ermöglicht werden. Eingeladen sind alle Schülerinnen und Schüler der Sprachkurse, die im KOMM-MIT stattfinden, aber auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer weiterer Kurse, sowie deren Patinnen und Paten.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Integrationsbeauftragte der Stadt Brühl, Daniela Kilian unter 02232 1505293 oder per eMail

Integrationsplan

Bildunterschrift

Der Rat der Stadt Brühl hat im Juli 2010 den Brühler Integrationsplan als Arbeitsergebnis des sechs Monate dauernden KOMM-IN NRW-Projektes beschlossen. Der Integrationsplan ist in Arbeitsgruppen unter Mitwirkung vieler Institutionen, Organisationen, Behörden, freien Trägern, Vereine, engagierter Einzelpersonen und Ratsmitgliedern in einem offenen Prozess entwickelt worden. Er stellt damit einen gelungenen Einstieg in die Integrationsarbeit vor Ort dar.

Eine weitere wichtige Säule des Integrationsplans ist das Kennzahlensystem, das zu verschiedenen Handlungsfeldern innerhalb und außerhalb der Verwaltung durch Befragungen erstellt wurde. Das Kennzahlensystem bildet den derzeitigen Sachstand bisheriger integrativer Maßnahmen ab und dient als zukünftige Arbeitsgrundlage für die Weiterentwicklung und Priorisierung von Handlungsfeldern und -zielen im Integrationsplan. Die derzeit vorliegenden Kennzahlen bieten aber noch keine befriedigende Aussage, da sie in den verschiedenen Themengebieten teilweise unvollständig oder gar nicht zugänglich sind. Sie dienen dennoch der unbedingten Versachlichung der Diskussion über Integration, Integrationserfolge und -defizite. Die erarbeiteten Daten haben es ermöglicht, erste objektive Informationen über die Situation in Brühl zu erhalten und Handlungsempfehlungen zu benennen.

Großbildansicht
Erste Integrationskonferenz am 13.10.2008

Unter dem Titel "Integration ist machbar - Erfahrungen nutzen - Neues wagen" hat die Stadt Brühl mit Unterstützung des imap-Institutes, Leverkusen, (Institut für interkulturelle Management- und Politikberatung) ein landesgefördertes Projekt gestartet.

Den Auftakt bildete die 1. Integrationskonferenz am 13.10.2008.


Integrationslotsen in Brühl
Die Stadt Brühl hat sich entschlossen, ihre Integrationsarbeit noch intensiver auszurichten und ehrenamtliche Integrationslotsen zu schulen. Sie sollen nicht nur Brücken zwischen den Migranten und den Behörden bauen, sondern auch bei Problemen vermitteln, als Berater tätig zu sein oder die gesellschaftliche Teilhabe zu fördern. Bürgermeister Michael Kreuzberg sieht in der Arbeit der Lotsen, die in der VHS Rhein-Erft eine 45 Unterrichtsstunden umfassende Basisschulung erhalten, als Beitrag zum Frieden in der Stadt Brühl.


Integrationsmonitoring für die Stadt Brühl
Um die Ausrichtung der Integrationsarbeit in Brühl effizient zu steuern, hat die Stadt beschlossen, Auswirkungen dieser Arbeit und der angestoßenen Projekte und Programme in Brühl zu messen. Dazu wurde mit Hilfe der Landesförderung des KOMM-IN Programms und unter wissenschaftlicher Begleitung des imap Instituts ein Integrationsmonitoring aufgebaut. Bei diesem Monitoringsystem werden Kennzahlen definiert und gesammelt, die verschiedenen Themenbereichen wie Bildung, Arbeitsmarkt und soziale Sicherung der Querschnittsaufgabe Integration zugeordnet werden. Die Erhebung dieser Kennzahlen wird zukünftig regelmäßig durchgeführt. So können in den kommenden Jahren Bedarfe und Trends im Integrationsbereich anhand von Daten erfasst und der Integrationsprozess strategisch daran ausgerichtet werden. In einem ersten Schritt wurden Indikatoren in verschiedenen Themenbereichen definiert und deren Verfügbarkeit für die Stadt Brühl geprüft. Dann wurde ein Indikatorensystem für die Bedürfnisse der Stadt Brühl entwickelt. Dieses Indikatorensystem des Integrationsmonitorings soll eine fortlaufende Analyse und Bewertung des Integrationsprozesses ermöglichen. Bei der Auswahl der Indikatoren wurde darauf geachtet, dass die Kennzahlen mit einem möglichst geringen Aufwand von der Stadt erhoben werden können. Optionale Kennzahlen, deren Erhebung einen höheren Aufwand erfordern, können in einem fünfjährigen Intervall erfasst werden. Dazu gehören insbesondere Kennzahlen zur politischen Partizipation. Da sich die Datenerhebung und Erfassung auch in Zukunft weiter entwickeln wird, stellt das erarbeitete Indikatorensystem nur ein vorläufiges Ergebnis dar, das in den kommenden Jahren überprüft und gegebenenfalls verändert werden muss. In der vorliegenden Auswertung der Indikatoren werden weitere Indikatoren berücksichtigt, die sich zurzeit aufgrund des höheren Aufwandes der Erhebung jedoch nicht für ein regelmäßiges Monitoring eignen.

Logo zum Landesprogramm KOMM-IN NRW

3. Integrationskonferenz am 08.05.2012

"Brühl packt an - für eine starke Wirtschaft vor Ort" lautete das Motto der 3. Integrationskonferenz am 8. Mai 2012, in der Belle Etage des Kaiserbahnhofs Brühl, zu der Bürgermeister Michael Kreuzberg herzlich eingeladen hatte.

Am 13. Oktober 2008 führte Bürgermeister Michael Kreuzberg die 1. Integrationskonferenz der Stadt Brühl durch. Die Konferenz diente dazu, für eine noch bessere Vernetzung und Verständigung aller Akteure zu werben, die bereits in der Arbeit mit Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit Migrationshintergrund in der Stadt Brühl tätig sind, tätig werden möchten oder an einer Mitarbeit in einer Organisation interessiert sind.

Weiter wurde in Kooperation mit allen Unterstützern und Interessierten der Konferenz ein Wegweiser (Integrationsatlas) für die in der Stadt Brühl lebenden und wohnenden Migrantinnen und Migranten entwickelt und herausgegeben.


...weitere Informationen:
Integrationsplan Brühl Endfassung vom 05.07.2010
Flyer Integrationslotsen in Brühl
Auswertung Integrationsmonitoring vom 20.02.2010
Bericht über die 3. Integrationskonferenz im Brühler Schlossboten
Einladung 3.Integrationskonferenz
Handlungskonzept: "Migrantenökonomie"

Flyer 3. Integrationskonferenz

Fortschreibung Integrationsplan

Vorlage zur Fortschreibung Integrationsplan

"Lebenswelten und Milieus der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland"

Artikel Brühler Schlossboten vom 16.03.2011

Auswertung der Integrationskennzahlen / Integrationsplan der Stadt Brühl

Abschrift zum Integrationsworkshop 7./8.11.2008

Dokumentation der ersten Integrationskonferenz am 13.10.2008

Projektplan 2009-2010 vorgestellt im Ausschuss für Soziales und Migration am 17.09.2009

Sachstandsbericht (Vorlage) im Ausschuss für Soziales und Migration am 17.09.2009

Sprechen sie uns an.

Bei Fragen und Anmerkung nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.
Wir freuen uns auf Ihre Anfrage! Gerne rufen wir Sie auch zurück.
*Pflichtfelder
Kontaktformular
Klicken, um ein neues Bild zu erhalten

Stadt Brühl

Uhlstraße 3

50321 Brühl

telefon:02232 79-0

fax:02232 48051