Zukunft des Einkaufens - Regionale Auftaktveranstaltung „Kompetenzzentrum Handel“ in Köln

Rund 120 Gäste, darunter auch eine Vertreterin der städtischen Wirtschaftsförderung, waren Mitte Oktober der Einladung des „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Handel“ in die Räumlichkeiten des Rautenstrauch-Joest-Museums zum regionalen Kick-off des 26. Kompetenzzentrums der Förderinitiative Mittelstand Digital gefolgt. Aufgabe und Ziel des Kompetenzzentrums Handel ist es, Digitalisierung für kleine und mittlere Unternehmen konkret greifbar zu machen.

Obwohl der Abend in musealer Umgebung stattfand, lautete die Devise „Anfassen erlaubt“. Anhand digitaler Technologien aus dem neuen DigitalMobil (DiMo) wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern u. a. live demonstriert, welche Möglichkeiten die Digitalisierung im Handelsumfeld bietet.

Es wurde einmal mehr betont, wie dringend konkrete Handreichungen in Sachen Digitalisierung benötigt werden und dass es geradezu fahrlässig sei, die Chancen der Digitalisierung nicht zu nutzen. Damit wurde auch die Notwendigkeit eines Kompetenzzentrums Handel, das KMU aus Einzel- und Großhandel bei Fragen rund um Technologien und Geschäftsmodelle unterstützt, in den Vordergrund gerückt.

In den Impulsvorträgen wurde vor allem klar: die Erwartungshaltungen und Anforderungen an die Digitalisierung sind groß. Ein Grund mehr, jetzt tätig zu werden. „Alles, was wir tun, muss am Shopper ausgerichtet sein“, so der Geschäftsführer des Kompetenzzentrums Frank Rehme. Ob es um Produktauswahl, nachhaltige Konzepte oder Social Media gehe – Kundenansprache und -zentrierung erreichten in der digitalisierten Welt einen neuen Stellenwert.

Dieser Aspekt wurde auch in verschiedenen Praxisbeispielen aufgezeigt, die verdeutlichten, wie man Online- und stationären Handel verknüpfen kann. Damit der Einzelhandel nicht einzeln handele, bestehe der Bedarf nach integrierten Konzepten, die beispielsweise das Café um die Ecke oder den öffentlichen Nahverkehr anbinden.

Gezeigt wurde auch, wie genau neue technologische Möglichkeiten im Handel durch das Kompetenzzentrum in die Breite getragen werden sollen. Per Liveschaltung in die WhiteBox nach Langenfeld und zum Experience Center GS1 nach Köln-Braunsfeld bekamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Eindruck davon, was technologisch überhaupt möglich ist. Die Antwort: schon sehr viel! Von neuen digitalen Bezahlsystemen über unsichtbare QR-Codes bis hin zu der automatisierten Lieferung eines im Laden vergriffenen Produkts wurden verschiedene neue digitale Einkaufsmöglichkeiten aufgezeigt, die sich zwischen digitaler und analoger Welt bewegen.

Während des kommunikativen Ausklangs heiß begehrt: die Technologien aus dem neuen DigitalMobil (DiMo), die vor Ort ausprobiert werden konnten. Selbstverständlich meldete die städtische Wirtschaftsförderung direkt Bedarf an und hofft nun, das DiMo auch nach Brühl holen und im Rahmen der vom 11. bis zum 16. Mai stattfindenden Digitalen Woche präsentieren zu können. Durch die Veranstaltung fühlte sich die Wirtschaftsförderung aber auch in ihrem Bemühen bestätigt, dass sie in Sachen Digitalisierung mit ihren laufenden und noch geplanten Projekten auf dem richtigen Weg ist. Nun gilt es, die Unternehmen mit ins Boot zu holen.

Das Auftakt-Event in Köln hat jedenfalls gezeigt: Desinteresse in Sachen Digitalisierung ist für den Handel längst fehl am Platz. Die Digitalisierung für KMU steht vor der Tür und hat nun mit dem „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Handel“ eine engagierte, vernetzte und innovative Anlaufstelle.

Nähere Informationen für Unternehmen zum Kompetenzzentrum gibt es hier. 

Infos über die Projekte der Stadt Brühl im Bereich der Wirtschaftsförderung sind hier auf der städtischen Website zu finden. 

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