„Brühl-App“ auf den Weg gebracht

Der Brühler Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung die Gründung eines Vereins zur Förderung der Digitalisierung in Brühl und der Entwicklung eines digitalen „Einkaufs- und Erlebnis-Assistenten“ beschlossen. Er folgte damit einstimmig einem Vorschlag der städtischen Wirtschaftsförderung, die sich bereits seit einiger Zeit mit dem Thema beschäftigt, wie sich im Zeitalter des zunehmenden Interneteinkaufs die Vielfalt und das Angebot des stationären Einzelhandels besser präsentieren lässt und wie – zusammen mit der Bewerbung der Attraktivität der Brühler Innenstadt – erreicht werden kann, den Strom von Besucherinnen und Besuchern bzw. Kundinnen und Kunden in die Stadt aufrecht zu erhalten oder sogar zu verstärken.

Der Verein soll grundsätzlich zum Ziel haben, als Gesellschafter einer zu gründenden Betreibergesellschaft für den digitalen „Einkaufs- und Erlebnis-Assistenten“ zu fungieren und durch eigene Aktivitäten die Digitalisierung in Brühl insgesamt zu fördern. Der digitale „Einkaufs- und Erlebnis-Assistent“ wird in einer Kooperation der Stadt Brühl, einem Konsortium aus Brühler IT-Unternehmern und mit fachlicher Beteiligung des Einzelhandels in Brühl entwickelt. Die Stadt Brühl gewährt dem Verein für diese Zwecke zunächst für das Jahr 2019 und das Jahr 2020 jeweils einen Zuschuss in Höhe von 30.000 €. Eine weitergehende Zuschussgewährung erfolgt in Abhängigkeit von einer Evaluierung des Projektes nach ca. 15 Monaten. Die Brühler Stadtwerke und auch die WEPAG Brühl e.V. haben ebenfalls bereits finanzielle Unterstützung und eine Beteiligung im Verein angekündigt. Natürlich hofft man auf weitere Sponsoren.

Bürgermeister Dieter Freytag freut sich über die breite Befürwortung über alle Fraktionsgrenzen hinweg: „Alle Beteiligten sind sich einig, dass das gemeinsame Interesse darin besteht, diesen Assistenten zu einem spürbaren und nachprüfbaren Erfolg zu machen. Dies ist für Brühl dank der einmaligen Situation, dass sich die beteiligten Unternehmen mit ihrer Eigenleistung und auf eigenes Risiko einbringen, eine großartige Chance.“

Darüber hinaus bietet die vorgeschlagene Lösung mit einem eingetragenen Verein als Träger des Projekts die Möglichkeit, Erfolge aus der erhofften überregionalen Verbreitung des Assistenten der Digitalisierung in Brühl zugutekommen zu lassen. Aber auch unabhängig von einer Verbreitung gibt es bereits geplante bzw. schon laufende Aktivitäten, die in den Verein eingebracht werden sollen, wie z. B. die Beteiligung an der Organisation der digitalen Woche 2020 in Brühl und Wesseling, Kurse zu verschiedenen Themen der Digitalisierung als Ergänzung der Angebote der Schulen, VHS, IHK usw. in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek, WEPAG usw., kostenfreie Einstiegsberatung zur Digitalisierung für Unternehmen und Vereine in Brühl und offene Workshops zu verschiedenen Themen der Digitalisierung, in denen der Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und IT-Spezialisten in Brühl gefördert wird und gleichzeitig Ideen für weitere Aktivitäten gesammelt werden.

Insgesamt soll der Verein interessierten Personen die Möglichkeit bieten, sich an der Digitalisierung in Brühl zu beteiligen und gleichzeitig als Moderator die verschiedenen Gruppen und Gremien zusammenbringen, die sich mit Digitalisierung beschäftigen.

Im Mittelpunkt der Bemühungen steht dabei die Entwicklung einer digitalen Plattform, die alle Vorteile des Online-Einkaufs bietet, den Einkauf aber darüber hinaus zum „Erlebnis“ werden lässt, in dem man z.B. auch Informationen über Veranstaltungen, ÖPNV-Fahrpläne oder Parkmöglichkeiten erhält, auf Genussangebote hingewiesen wird oder sogar Ticketbestellungen abwickeln oder auch Dienstleistungstermine vereinbaren kann. Es wird daher nicht nur der Handel beteiligt; die App wird noch viele andere Vorteile, nützliche Auskünfte, Services und Erleichterungen bieten.

Aufgrund wenig erfolgreicher Initiativen zu Einkaufs-Plattformen in anderen Städten, die intensiv begutachtet worden sind, war man sich einig, dass durch die Nutzung ein deutlicher Mehrwert ermöglicht werden muss, damit die App erfolgreich ist. Man erhofft sich, dass ein solcher „Assistent“ insbesondere internet-affine Kundinnen und Kunden anspricht, neue Besuchspotentiale im Bereich Tourismus, Studierende und insbesondere auch aus den umliegenden Städten hebt, eine Vernetzung der Händlerinnen und Händler untereinander bewirkt, neue Werbekanäle öffnet und dadurch nicht zuletzt auch die Standortqualität Brühls steigert.

Auf der Basis von Befragungen von Händlerinnen, Händlern sowie von Kundinnen und Kunden wurde seitens der unterstützend tätigen Europäischen Fachhochschule in Brühl eine Anforderungsanalyse erstellt, die zu dem Ergebnis kam, dass eine „City-App“ tatsächlich ein Instrument sein könnte, um Besucherinnen und Besucher der bedeutsamen Zielgruppe „Smartphone-Nutzerinnen und -nutzer“ mit den Besuchsanlässen „Shoppen, Erledigungen und Kultur“ zu binden.

Auch mit den Händlerinnen und Händlern, die nicht nur Nutznießer sein sollen, sondern von deren Beteiligung und Mitwirkung an der Plattform der Erfolg maßgeblich abhängt, ist intensiv gesprochen worden. Die Geschäftsleute stehen dem Projekt sehr positiv gegenüber, legen allerdings Wert auf eine leichte Bedienbarkeit und auf eine niedrige Einstiegsschwelle und wünschen sich insbesondere eine „Kümmerer-Person“, die sich ausschließlich um alle Fragen rund um die App kümmert. Dies wird im nun beschlossenen Projekt berücksichtigt.

„Ich danke insbesondere den Brühler Bürgern und Unternehmern Stefan Warner (INTERNETONE AG), Jan Freynick (inside-intermedia GmbH), Niklas Weiler (Villa Kaufmann) und Sascha Lehner (Kenroads Intelligent Systems GmbH), deren Idee die ´Erlebnis-App´ war, so wie Michael Jopen, der Mitinitiator der digitalen Woche ist. Sie alle haben sich bisher ausschließlich ehrenamtlich und mit viel Engagement dem gesamten Projekt gewidmet“, so Bürgermeister Freytag. „Sie haben in unnachahmlicher Weise Kontakte geknüpft, Informationen beschafft, Interessierte zusammengebracht, Unterstützerinnen und Unterstützer geworben, Fachleute einbezogen und gemeinsam mit meinem Wirtschaftsförderungsteam ein Netzwerk geschaffen, bei dem sich überwiegend Brühlerinnen und Brühler nicht nur mit Leistung, sondern auch mit viel Herzblut einbringen. Nun liegt es insbesondere an den Geschäftsleuten in der Innenstadt, diese Chance zu nutzen und mitzuhelfen, das Projekt mit Leben zu füllen.“

Fragen zum Projekt beantwortet die städtische Wirtschaftsförderung per Mail: wirtschaftsfoerderung@ec81243d361b4949865125b1f5ed9843bruehl.de

Informationen zur Wirtschaftsförderung finden Sie hier.

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