Gegen das Vergessen – Führung zur Geschichte der Juden in Brühl

Die Geschichte der Stadt Brühl ist eng verknüpft mit der Geschichte der Juden, die sich 660 Jahre nachweisen lässt und durch die systematische Judenverfolgung in der NS-Zeit im Oktober 1944 ausgelöscht wurde. Im Laufe der Nachkriegszeit hat sich in Brühl eine Erinnerungskultur entwickelt, die sich dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte stellt, um auf aktuelle Tendenzen von Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Menschenfeindlichkeit aufmerksam zu machen und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenzuwirken.

„Gegen das Vergessen“ – zu diesem Thema bietet die Stadt Brühl bereits zum 19. Mal in Zusammenarbeit mit der Brühler Initiative für Völkerverständigung und den Brühler Stadtführerinnen eine öffentliche Stadtführung auf den Spuren des jüdischen Lebens an.
Der kostenlose geführte Rundgang an zahlreiche Stätten jüdischen Lebens findet im Jahr 2020, am 26. Januar, einen Tag vor dem internationalen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus statt. Treffpunkt ist um 14:30 Uhr am Max Ernst Brunnen vor dem Brühler Rathaus. Die Dauer der Führung beträgt ca. 2 Stunden.

Die Geschichte der Juden in Brühl lässt sich bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen. Der jüdische Friedhof wird erstmals 1371 erwähnt. Seit dem 18. Jahrhundert gab es in einem Hinterhaus an der Uhlstraße ein Bethaus, ehe 1881 die Synagoge in der Friedrichstraße entstand und sich die heutige jüdische Gedenkstätte befindet. Neben diesen markanten Stätten jüdischen Lebens führt der Rundgang auch an zahlreichen Wohn- und Geschäftshäusern vorbei, in denen zahlreiche alteingesessene jüdische Familien gelebt und gearbeitet haben. Heute erinnern Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Kunstprojektes von Gunter Demnig vor diesen Gebäuden in den Boden eingelassen wurden, an jüdisches Leben in Brühl und machen die Geschichte von erfolgten, deportierten und getöteten Menschen wie zum Beispiel die der Kaufmannstöchter Helene und Paula Brünell oder die des Tierarztes Samuel Levy eindrucksvoll sichtbar.

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