Rathaus Steinweg: Roharbeiten nahezu abgeschlossen

Rathaus Steinweg: Roharbeiten nahezu abgeschlossen

Nach nur sieben Monaten Rohbauzeit nimmt das neue Rathausgebäude im wahrsten Sinne des Wortes Formen an. Die Bautätigkeiten schreiten gut voran und selbst Corona hat die Arbeiten bisher nicht negativ beeinflusst.

Parallel zu den Rohbauarbeiten waren im Hintergrund Planer, Gebäudemanagement und Vergabestelle fleißig und haben weiter geplant, gezeichnet, europaweite Ausschreibungen durchgeführt und Verhandlungen geführt, da nicht alle Ausschreibungen zu einem wirtschaftlichen Ergebnis geführt haben. Bisher konnten jedoch alle Schwierigkeiten aus dem Wege geräumt werden.

Der Rohbau steht somit kurz vor der Fertigstellung. Die technischen Gewerke (Heizung, Lüftung, Elektronik usw.) haben bereits mit den Installationsarbeiten begonnen.

Bürgermeister Dieter Freytag führte kürzlich interessierte Pressevertreter durch die Baustelle und freute sich, diesen verkünden zu können, dass er nach wir vor davon ausgehe, dass das Rathaus Mitte nächsten Jahres bezogen werden kann. „Für diesen sehr erfreulichen, und aus meiner Sicht gerade in der heutigen Zeit im Baugewerbe nicht selbstverständlichen, Zwischenstand möchte ich mich bei dieser Gelegenheit bei allen Beteiligten herzlich bedanken", betonte Freytag. Man habe in weiser Voraussicht ausreichend Zeitpuffer für Unvorhergesehenes einkalkuliert, sodass man nicht in Verzug geraten sei.

Frederik Jaspert, einer der vier Geschäftsführer vom Architekturbüro JSWD aus Köln, das den Architektenwettbewerb vor knapp drei Jahren einstimmig gewonnen hat, und der Bauleiter, Mirsad Mujanovic von mo-Architekten Ingenieure aus Düsseldorf, führten durch den Neubau sowie den entkernten und nun schadstofffreien denkmalgeschützten Teil.

Die Grundfläche des Neubaus ist 830 Quadratmeter groß. Für das Gebäude ist eine Baugrube von 5.000 Kubikmetern ausgehoben worden auf einer Fläche von 900 Quadratmetern und in einer Tiefe von 5,5 Metern.

Durch die Verwendung von sog. Cobiax-Decken, das sind Hohlkörperdecken, konnten 94 Tonnen Beton gespart werden. Fast 2.500 der runden Kuststoffhohlkörper mit einem Durchmesser von 31,5 cm sind in drei Geschossdecken verbaut. Dennoch sind insgesamt ca. 5.000 Tonnen Beton sowie 400 Tonnen Stahl verbaut worden, was dem Gewicht von 3.350 Mitteklassewagen entspricht.

Highlight des Neubaus wird die Stadtbücherei, die am neuen Standort mit künftig ca. 37.000 Print- und ca. 6.600 Non-Book-Medien nicht nur mehr Lesestoff, sondern auch weitaus mehr Platz anbieten und damit ihre Aufenthaltsqualität erheblich steigern kann.

Aber auch der großzügige Eingangsbereich, der als erste Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger mit einer großen Servicetheke ausgestattet wird, an der bereits viele Anliegen erfüllt werden können, stellt ein modernes und bürger-freundliches Kernstück des neuen Anbaus dar.

Neben dem weitläufigen und hellen Foyer werden erdgeschossig das Bürgeramt und das bisher am Janshof angebotene Kundencenter der Stadtwerke Brühl GmbH einziehen. Das Standesamt wird in die bereits früher genutzten Räume im denkmalgeschützten Altbau zurückkehren, ergänzt um ein neues Trauzimmer, welches in dem früher als Galerie genutzten Raum hergerichtet wird. In das neue Rathaus sollen zudem die Dienststellen einziehen, die derzeit in den Ausweichbüros an der Hedwig-Gries-Straße in Brühl-Ost untergebracht sind.
Eine bei den Sanierungsarbeiten im denkmalgeschützten Gebäude überraschend freigelegte Stuckdecke wird entgegen ursprünglicher Pläne künftig in einem kleinen Sitzungssaal zur Geltung kommen.

Die Barrierefreiheit wird, beginnend mit zwei barrierefreien Eingängen vom Steinweg und vom Janshof aus, im gesamten Gebäude durch einen Aufzug, ebenerdige Gänge und breite Türen sichergestellt. Einzige Ausnahme sind die auf den Halbetagen gelegenen Büroräume im Nachbargebäude Uhlstraße 2.

Projektsteuerer Dieter Schmitz informierte über den Kostenstand. Auch hier liegt man derzeit noch im veranschlagten Kostenrahmen. Schmitz betonte, dass es sich ausgezahlt habe, dass die Stadt Brühl kaufmännisch vorsichtig geplant und Mittel für die bewegte Situation am Baumarkt und Unvorhergesehenes im Budget berücksichtigt habe. Nach jetzigem Stand wird der veranschlagte Kostenansatz von ca. 20,8 Mio. € nicht in Gänze benötigt. Bürgermeister Freytag ergänzt: „Wir werden die bisherige Handhabung der vorsichtigen Herangehensweise beibehalten, mit den Planern nach hochwertigen, aber auch wirtschaftlichen Lösungen suchen und auch künftig Ausschreibungen mit unverhältnismäßigen Ergebnissen aufheben."

Wer sich für das Projekt und alle Informationen einschließlich der Entstehungs-geschichte rund um den Rathausneubau im Steinweg interessiert, findet um-fangreiche und interessante Hinweise auf der städtischen Website unter https://www.bruehl.de/rathaus-steinweg.aspx. Wer sich in regelmäßigen Abständen über einen Newsletter informieren lassen möchte, kann diesen hier abbonieren.

zurück

Um zum News-Archiv zu gelangen, klicken Sie bitte hier.

Stadt Brühl

Uhlstraße 3

50321 Brühl

telefon:02232 79-0

fax:02232 48051

Wichtige Mitteilung

Die Rathäuser in der Uhlstraße und in der Hedwig-Gries-Straße sowie das Standesamt, der Brühler Ordnungsdienst und das Veranstaltungsmanagement sind für Bürgerinnen und Bürger wieder zugänglich und können – jedoch nur nach vorheriger Terminabsprache – für unaufschiebbare Angelegenheiten aufgesucht werden. Eine Ausnahme gilt lediglich für das Bürgeramt – hier wird kein Termin benötigt.

Die Mitarbeitenden sind bitte vorab telefonisch oder per Mail zu kontaktieren. Alle Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner finden Sie unter Erreichbarkeit Stadtverwaltung (Notdienst).

Aktuelle Informationen zum Coronavirus und den Auswirkungen auf das Leben in Brühl finden Sie unter "Coronavirus". Bitte lesen Sie auch unsere Pressemitteilungen.

E-Mail-Adresse bei Fragen:
coronavirus@c351cf213de74c67b6ef1fb24c1b79a6bruehl.de