25.11. - Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen - Stadt Brühl präsentiert neuen Hilfeflyer

Gerade in diesem Jahr erinnert die städtische Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte, Antje Cibura, an den „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“. „Im letzten Jahr konnten wir noch zur Informationsveranstaltung mit Dr. Monika Hauser (Gründerin und Vorstandsvorsitzende der Frauenrechtsorganisation „medica mondiale“) bei vollem Haus ins margaretaS einladen“, so Cibura, dieses Jahr muss aufgrund der Corona-Pandemie jede Veranstaltung ausfallen.

Gewalt an Frauen - ein Thema, das nie an Aktualität verliert. Jede dritte Frau in Europa hat seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren. In Deutschland versucht täglich ein (ehemaliger) Partner seine Frau umzubringen. Viele Staaten möchten aus der „Istanbulkonvention“ austreten, statt sie anzuerkennen und umzusetzen.

In Zeiten von Corona, vor allem während des Lockdowns, ist häusliche Gewalt präsenter denn je. Das Zuhause ist dann plötzlich bei verpflichtender Anwesenheit aller kein sicherer Raum mehr. Zufluchtsorte können nicht mehr aufgesucht werden, Kontakte zu Außenstehenden, die Anzeichen der Gewalt bemerken könnten, sind unterbunden. Die Pandemie wirkt sich also weit über die direkten gesundheitlichen Folgen hinaus auf unser aller Leben und die Gesellschaft aus.
Die Technische Universität München hat in einer Umfrage herausgefunden, dass, basierend auf einer repräsentativen Online-Umfrage von 3800 Frauen im April 2020, bereits ein höheres Gewaltrisiko bei Familien festgestellt werden konnte, die unter Heim-Quarantäne standen sowie in Familien mit erhöhter psychischer Belastung und Corona-bedingten finanziellen Sorgen. Darüber hinaus sind auch Familien mit jungen Kindern einem höheren Gewaltrisiko ausgesetzt.

Auch das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ erklärt, dass es seit dem Corona-Lockdown deutlich mehr Betroffene berät, als zuvor. Während das Hilfetelefon zu Beginn des Lockdowns Mitte März noch 797 Beratungen pro Woche durchführte, wurden es in den Folgewochen immer mehr Anrufe. Vom 11. bis 17. Mai erreichte die Zahl der Beratungskontakte mit 1.182 ihren bisherigen Höchstwert in diesem Jahr.

Das Frauenhaus Rhein-Erft-Kreis berichtet, dass die Zahlen zu Anfang der Corona-Pandemie gestiegen sind, sich mittlerweile jedoch wieder einpendelten. Ob die Zahlen in der aktuellen „zweiten Welle“ der Corona-Pandemie steigen werden, bleibt abzuwarten. „Im Unterschied zum Frühjahr sind wir aber besser vorbereitet, haben Quarantäne-Zimmer etabliert, Hygienekonzepte erstellt. Aufgrund der Öffentlichkeitsarbeit zum ersten Lockdown hoffen wir, dass sich viele Frauen gut über bestehende Hilfsangebote informiert fühlen“, so das Frauenhaus Rhein-Erft-Kreis.
Aletta Bauhaus, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Brühl, und Sandra Goldstein, ehemalige Praktikantin in der Gleichstellung, haben aus aktuellem Anlass daher in einem umfangreichen Hilfeflyer „Hilfe in allen Lebenslagen“ alle kostenfreien Hilfsangeboten in und um Brühl recherchiert und gebündelt. Hiermit soll es jedem Menschen möglich sein, auch ohne verfügbaren PC, alle Hilfsangebote jederzeit abrufen zu können. Der Flyer liegt ab dem 25.11. an den bekannten Stellen wie z. B. dem brühl-Info, Rathaus A und in Läden in der Innenstadt aus.

Kontakt
Bundesweite Hilfetelefon: 08000 116016
Frauenhaus des Rhein-Erft-Kreises: 02237 76 89
Gleichstellungsbeauftragte Stadt Brühl: 02232 79-2250

Broschüre für Hilfesuchende

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