E-Scooter auch in Brühl – einjähriges Pilotprojekt

Seit Inkrafttreten der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) können elektrische Tretroller auf deutschen Straßen legal genutzt werden. Leihanbieter, die weltweit bereits in vielen Großstädten vertreten sind, rollen ihre stationslosen Angebote nun auch sukzessive in Deutschland aus, darunter auch die „Spin Mobility GmbH“, ein Tochterunternehmen von Ford im Bereich Mikromobilität. Als Ford-Tochter ist Spin bereits in Köln präsent und möchte sein Geschäftsgebiet jetzt auch auf die angrenzenden Kommunen erweitern, so auch auf Brühl.

Da die E-Scooter auf öffentlichem Grund vermietet und abgestellt werden, bedarf es dazu keiner Genehmigung der Städte. Zwischen dem Unternehmen Spin und der Stadtverwaltung wurden jedoch Vereinbarungen getroffen, die man in einem Kooperationsvertrag festgehalten hat. Die Ausbringung der Rollerflotte des Unternehmens Spin erfolgt zunächst als einjähriges Pilotprojekt mit 150 Scootern an 20 verschiedenen Stellplätzen. Auf Basis der in diesem Zeitraum gesammelten Erfahrungen und Echtzeitdaten der Nutzenden werden beide Seiten evaluieren, wie und in welcher Form das Verleihangebot zukünftig fortgeführt oder gar verbessert werden kann. Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse aus der Pilotphase kann die Stadt Brühl im Anschluss weiterführende Maßnahmen, wie die Bereitstellung von bevorzugten Abstellflächen für die Roller oder den Aufbau von Ladeinfrastruktur, anstoßen.

Eine ganze Reihe von internationalen Beispielen zeigt bereits, dass z. B. klar definierte Parkzonen für E-Leihroller deren regelkonforme Nutzung begünstigen können. Besonders an stark frequentierten Aufstellpunkten, etwa an großen ÖPNV Knotenpunkten und Mobilitätsstationen, sind Parkzonen hilfreich. So können die Anbieter ihren Kunden gegenüber klar kommunizieren, in welchen Bereichen die Leihroller bevorzugt beziehungsweise verbindlich abzustellen sind und die entsprechenden Anlagen in ihren Apps markieren. Auch durch tarifliche Begünstigungen wie etwa Freiminuten oder Entfall der Aktivierungsgebühr kann die Einhaltung der Parkvorschriften gefördert werden.

Zur Strategie gehört unter anderem auch eine individualisierte Scooter-Software, die an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden kann. Damit können Fahrten nicht in Parkverbotszonen enden oder Höchstgeschwindigkeiten überschritten werden. Auch in schmalen Gassen und in der Nähe von Behindertenparkplätzen ist ein Abstellen nicht möglich. Ebenso wurden Denkmalaspekte, Gotteshäuser, Friedhöfe und Parkanlagen bei den Überlegungen berücksichtigt. Hierzu zählen in Brühl selbstverständlich der Schlosspark aber auch andere Orte, die unter die genannten Aspekte fallen, wie z. B. der denkmalgeschützte Park am Kaiserbahnhof Kierberg oder Bereiche der Fußgängerzone.
Ein Fahrverbot für E-Roller gilt prinzipiell auf Fußwegen sowie in den Bereichen, wo auch das Fahrrad nicht genutzt werden darf. E-Roller werden als Elektrokleinstgeräte wie Fahrräder behandelt, hier liegt eine ähnliche Gesetzeslage vor. Außerdem zählen sie zum fließenden Verkehr, der von der Polizei überwacht wird.

Die Firma Spin stellt darüber hinaus der Stadt Brühl Echtzeitdaten über alle Nutzungen der Roller im Stadtgebiet zur Verfügung. So können das Fahrverhalten und bevorzugte Abstellorte gut nachvollzogen werden. Das Unternehmen selber kann Nutzenden, die beispielsweise vermehrt ein „Fehlverhalten“ gezeigt haben, die Nutzung zukünftig versagen.

Zur Nutzung der Scooter muss zuvor die zugehörige App „Spin-Electric Scooters“, in der man auch die nächstgelegenen Scooter samt weiteren Infos angezeigt bekommt, im jeweiligen Store runtergeladen, und sich dort angemeldet werden. Preislich liegt die Nutzung der Scooter bei 30 Cent pro Minute, abgerechnet wird über die in der App hinterlegte Zahlmethode. Für die Entsperrung bei Fahrtbeginn fallen keine Kosten an.
Voraussetzung für die Fahrt mit dem E-Scooter ist ein Mindestalter von 18 Jahren, die zulässige Höchstgeschwindigkeit der E-Scooter ist in Deutschland generell auf maximal 20 km/h festgesetzt.

Fragen zu den E-Scootern im Stadtgebiet Brühl beantwortet Herr Nahry, Klimaschutzmanager Mobilität, Fachbereich ÖPNV, Mobilität und Verkehr unter rnahry@bruehl.de.
Bei spezifischen Fragen zu den Scootern selbst oder der zugehörigen App wenden Sie sich bitte an die Spin Mobility GmbH.

Es gibt Probleme mit falsch abgestellten Rollern? Bitte wenden Sie sich dafür an die Firma Spin, die solche Anforderungen zur Entfernung / zum Umparken des Scooters unter 0221 82829792 oder support@5bdded4bb4284963bab785a6f63bea3fspin.pm entgegennimmt.

Mehr Infos hier zu gibts auch auf der Spin-Website.

zurück

Um zum News-Archiv zu gelangen, klicken Sie bitte hier.

Stadt Brühl

Uhlstraße 3

50321 Brühl

telefon:02232 79-0

fax:02232 48051