Isabell Schulte wird der Joseph und Anna Fassbender-Preis der Stadt Brühl zugesprochen

Isabell Schulte wird der Joseph und Anna Fassbender-Preis der Stadt Brühl zugesprochen
Copyright Isabell Schulte „Part VIII“, 2021, Buntstift und Bleistift auf Papier, 218 x 300 cm

Nach einer intensiven Sitzung hat die Fachjury den diesjährigen Joseph und Anna Fassbender-Preis für Druckgrafik und Handzeichnung der 1987 in Eckernförde geborenen Isabell Schulte zugesprochen. Die Künstlerin konnte sich gegen 242 weitere Einreichungen aus einem internationalen Bewerberfeld durchsetzen. Auf den teils wandfüllenden Papierarbeiten schafft sie Strukturen von gebrochener Abstraktheit, die, sich wiederholend und verändernd, eine Art eigener Schrift moderner Hieroglyphen bilden.
Die Jury unter dem Vorsitz des Kunsthistorikers Dr. Dirk Teuber entschied sich für die Arbeiten von rhythmischer Unbestimmtheit.

Kunstschaffende waren aufgerufen, sich mit Werken aus den Bereichen Handzeichnung und Druckgrafik für den Brühler Grafikpreis zu bewerben, für den keine Altersbegrenzung und Vorgaben bei der Ausbildung gelten.
Unter den vielseitigen Einreichungen stachen die Werke der 35. Preisträgerin hervor. Sie studierte bei Gregory Cumins und Christine Streuli an der Berliner Universität der Künste.

Ihre Entscheidung begründete die Jury, der neben dem Juryvorsitzenden die Kunstschaffenden Serena Ferrario und Lutz Fritsch, die Kunsthistorikerinnen Dr. Renate Goldmann und Madeleine Frey, der Kunsthistoriker Dr. Jürgen Pech, die Nachwuchsjurorin Alice Klosterkötter sowie der Vorsitzende der Max Ernst Gesellschaft Dieter H.A. Gerhards und Björn Föll als Mitglied aus der Brühler Bevölkerung angehören, wie folgt:
„Die großformatigen Handzeichnungen der Künstlerin Isabell Schulte reflektieren fiktive Landschaften, die sich über den gesamten Bildraum erstrecken. Mit figurativen und abstrakten Elementen entstehen dynamische Vexierbilder von ineinandergreifenden Räumen. Die farbigen und auch schwarz-weißen Strukturen referieren auf modernistische und gegenwärtige Ordnungsprinzipien. Aufgrund der Dichte einzelner Setzungen und der Größe der Werke entsteht eine beeindruckende immersive Wirkung.“

Neben dem Preisgeld, das erneut durch eine großzügige Spende auf 2.250 Euro erhöht werden konnte, richtet die Stadt Brühl der Gewinnerin eine Ausstellung in den Räumen der Brühler RathausGalerie (Steinweg 1) aus.

Der Joseph und Anna Fassbender-Preis ist eine Stiftung Anna Fassbenders zu Ehren ihres Gatten, einem einflussreichen Künstler der deutschen Nachkriegszeit. Er prägte durch seine abstrakten Werke als Künstler und Kunstprofessor das Kunstverständnis einer ganzen Generation von Grafikern mit.

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