Der Joseph und Anna Fassbender-Preis

Bild: Joseph Fassbender' Studie zu Memorial II', 1969

Der Preis ist eine private Stiftung von Anna Fassbender, mit deren Verwaltung die Stadt Brühl beauftragt ist. Die Bewerber*innen sollen Grafiker*innen und Handzeichner*innen sein; eine Altersgrenze ist nicht gegeben. Der Preis wird im Sommer 2018 zum 29. Mal ausgeschrieben.

Die Preisträgerin oder der Preisträger erhält jeweils die Möglichkeit, ihre / seine Werke zwei Wochen im Brühler Kunstverein e.V. in der Alten Schlosserei des Marienhospitals

Der Jury gehören Kunsthistoriker/innen, Künstler, ein/e Vertreter / Vertreterin der Einwohnerschaft der Stadt Brühl, der Vorsitzende der Max-Ernst-Gesellschaft e.V. und als Vertreter der Stadt Brühl der Bürgermeister an.


Dotiert ist der Preis mit 1.500 Euro. Der/Die Gewinner*in erhält am 15. November 2018 die Gelegenheit zu einer Ausstellung.

2018 wird der Kunstpreis vom 04.06. bis 06.07. ausgeschrieben.

Eine Beantragung der Bewerbungsunterlagen ist bis 29.06. möglich.

Ausschreibungsunterlagen mit ausfüllbarem Bewerbungsbogen

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50321 Brühl
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Die Preisträgerin 2017

Bürgmeister Dieter Freytag mit der Juryvorsitzenden Frau Dr. Arta Valstar-Verhoff

Die Joseph und Anna Fassbender Preisträgerin im 27. Jahr seines Bestehens heißt Monika Huber. Sie ist 1959 in Dingolfing geboren und studierte bei Günter Fruhtrunk an der Akademie für bildende Künste in München. 1985 erhielt sie ihr Meisterschüler Diplom für Malerei und Grafik. Sie lebt und arbeitet in München.

Begründung der Jury:

Die Basis von Monika Hubers Videoarbeiten ist die Zeichnung. Das klassische Medium wird durch das filmische Element des Videos als Prozess gezeigt. Dadurch entsteht eine große Aufmerksamkeit beim Betrachter. Die Künstlerin wendet ein spezielles Verfahren an, in dem sie ihre Handzeichnung filmisch aufnimmt und im Videoschnitt digital weiterbearbeitet. Ausgangspunkt der Arbeiten sind gesellschaftspolitische Themen, die sie in überraschender Weise transformiert. Gängige Klischeevorstellungen werden dabei durch den medialen Einsatz dekonstruiert und verweisen auf existenzielle Fragen.

Neben der Juryvorsitzenden Frau Dr. Arta Valstar-Verhoff waren an der Urteilsfindung der Kölner Künstler Lutz Fritsch, die Kunsthistorikerin Frau Dr. Goldmann, Direktorin des Leopold-Hoesch-Museums sowie des Papiermuseums Düren, Dr. Achim Sommer und Dr. Jürgen Pech vom Max Ernst Museum Brühl des LVR, der Rechtsanwalt Michael Felser als Jurymitglied aus der Brühler Bevölkerung sowie als Beratendes Mitglied der Vorsitzende des Kulturausschusses Herr Hanns-Hennig Hosmann beteiligt. Für die vertrauensvolle Atmosphäre, die die Arbeit in der Jury seit Jahren auszeichnet und so angenehm und offen macht, bedankete sich Bürgermeister Dieter Freytag aufs Herzlichste bei den Mitgliedern.

Auch in diesem Jahr zeigte sich wieder eine enorme Bandbreite an unterschiedlichen Themen und Techniken in denen die Künstlerinnen und Künstler aktuell arbeiten. In diesem Wettbewerb sind die Bewerberzahlen gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Von den 98 Bewerberinnen und Bewerbern haben schließlich 75 teilgenommen, dabei ergab sich mit 43 teilnehmerinne und 32 Teilnehmern ein leichter Frauenüberschuss. Fast alle Bewerberinnen und Bewerber haben eine Kunstakademie besucht. Bei den insgesamt 320 eingereichten Werken überwiegen die handgezeichneten Arbeiten leicht gegenüber den druckgrafischen Einreichungen. Hierbei werden zahlreiche herkömmliche Techniken von eigenen und weiterentwickelten Arbeitsweisen flankiert. Darunter finden sich neben vielfältigen Formen der Mischtechniken ebenfalls traditionelle Verfahren, wie Linolschnitte oder Ätzradierungen sowie industrielle Fertigungsweisen wie z.B. Offsetdruckverfahren.

Alle Preisträger/-innen

  • 1990 Matthias Beckmann, Düsseldorf
  • 1991 Daniel Hees, Köln
  • 1992 Ulrich Fürneisen, Düsseldorf
  • 1993 Fritz Koch, Hamburg
  • 1994 Diana Ramaekers, Maastricht
  • 1995 Klaus Dauven, Kreuzau-Drove
  • 1996 Reinhard G. Puch, Swisttal-Ollheim
  • 1997 Peter Paul Berg, Münster
  • 1998 Monika Bartholomé, Köln
  • 1999 Wiebke Bartsch, Münster
  • 2000 Iris Häussler, München
  • 2001 Susanne Ristow, Düsseldorf
  • 2002 Georg Meissner, Dortmund
  • 2003 Saskia Niehaus, Köln
  • 2004 Der Preis wurde nicht vergeben
  • 2005 Thomas Böing, Köln
  • 2006 Jutta Reuscher, Bonn
  • 2007 Doris Tsangaris, Haan-Gruiten
  • 2008 Dorrit Nebe, Köln
  • 2009 Katrin Seithel, Bremen
  • 2010 Heiner Blumenthal, Köln
  • 2011 Christian Stefanovici, Köln
  • 2012 Philip Emde, Köln
  • 2013 Bernd Ikemann, Köln
  • 2014 Prof. Harald Fuchs, Köln
  • 2015 Akane Kimbara, Berlin
  • 2016 Adrian Mudder, Leipzig
  • 2017 Monika Huber, München

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