Will Küpper

Er selbst bezeichnete sich als "Maler aus innerer Notwendigkeit" Will Küpper, 1893 in Brühl geboren, erhielt bereits als Junge Malunterricht. Nach dem ersten Weltkrieg, in dem er schwer verwundet wurde, begann seine Akademieausbildung in Düsseldorf und München.

Will Küpper

Seit 1924 lebte und arbeitete er in Düsseldorf. Früh wurde der Mensch zum zentralen Thema von Küppers künstlerischem Schaffen.

Mitte der zwanziger Jahre wandelten sich Küppers Werke vom Expressionismus zum Magischen Realismus. Es entstanden Gemälde und Zeichnungen von konzentriertem Aufbau in einer Farbgebung, die ebenso leuchtend wie dumpf-schwermütig sein konnte. Während der nationalsozialistischen Diktatur zog sich Will Küpper in die Innere Emigration zurück. Außer wenigen Ölgemälden entstanden hauptsächlich Grafiken. Nach dem Krieg beherrschte weiterhin der Mensch das Werk des Künstlers: Serien von Clownbildern, Don Quichotte-Darstellungen, Bauern und Religiösen Motiven malte und zeichnete Küpper in vereinfachender, universaler Formgebung. Ende der 50er Jahre entwickelte er eine für sein bisheriges Werk außergewöhnliche Farbigkeit mit abstrahierenden Tendenzen.

Im Jahr 2001 übernahm die Stadt Brühl den Nachlass des 1972 verstorbenen Künstlers von dessen Witwe Käte Küpper und bearbeitet seitdem den Korpus von 100 Ölgemälden und etwa 1300 Zeichnungen wissenschaftlich. Einige Schenkungen von Privatsammlern haben zu einem kontinuierlichen Anwachsen der Will-Küpper-Sammlung der Stadt Brühl geführt.

Auf Wunsch werden Einblicke in die Sammlung gewährt.


Lebenslauf Will Küpper

1893 am 11.6. wurde der Maler Will Küpper in Brühl geboren;
erster Malunterricht zusammen mit Max Ernst bei dessen Vater

1907 bis 1913 Besuch der Kölner Kunstgewerbeschule in der Malklasse Prof. Seuffert

1912 wird der Besuch der "Sonderbundausstellung" in Köln zu einem entscheidenden Erlebnis für seinen Künstlerweg

1914 Arbeit mit E.L. Kirchner an einem Fries für die Werkbundausstellung in Köln

bis 1918 Soldat, Rückkehr von der Westfront mit einer schweren Verwundung

1919 Beginn des Studiums an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Prof. Spatz Atelier auf der Rheindorfer Burg in Walberberg

1920 bis 1921 Studium an der Kunstakademie in München bei Prof. Carl Caspar und Prof. Max Unhold

1922 bis 1926 an der Kunstakademie in Düsseldorf, ab 1924 als Meisterschüler bei Prof. Heinrich Nauen Studienreisen nach Holland, Belgien, Frankreich, Italien und die Schweiz. Jährlich mehrere Monate Sommeraufenthalt am Chiemsee zusammen mit Paul Loskill und Herbert Böttger Zentrales Thema seines künstlerischen Schaffens ist der Mensch. Starke Impulse von der "Brücke-Malerei". Mitte der zwanziger Jahre Übergang vom Expressionismus zur Neuen Sachlichkeit.

1926 Atelier und Wohnung in Düsseldorf in der Nachbarschaft des Dichters Emil Barth und der Maler Jankel Adler und Otto Dix Mitbegründer der "Rheinischen Sezession" im Kreise von Werner Gilles, Otto Pankok, Richard Seewald u.a. surrealle Bildelemente werden gegen Ende der zwanziger Jahre in seinen Arbeiten Symbole für die Vorahnung eines Umbruchs

1930 Aufnahme in die "Rheingruppe" (u.a. Dix, Rübsam, Adler, Szekessy, Böttger)

1937 Fortan Beschlagnahmungen von Bildern aus Düsseldorfer Museumsbesitz und laufenden Ausstellungen, sowie Behinderung der künstlerischen Arbeit durch das nationalsozialistitsche Regime

1942 Verlust eines Großteils seiner Werke und des Ateliers durch Bomben

1946 Mitbegründer der wiedererstandenen "Rheinischen Sezession", deren Statuten in seinem neuen Oberkasseler Atelier aufgesetzt werden. Ende der vierziger Jahre lehnt er eine von der Kunstakademie Düsseldorf angebotene Professur ab, um zurückgezogen schaffen zu können.

1972 verstorben am 26.3.1972 in Düsseldorf, beigesetzt in Brühl

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