Kinder- und Jugendbeteiligung

Die Verpflichtung zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Entscheidungsprozessen wird in der Stadt Brühl nicht als politischer Luxus gesehen, sondern entspricht der Grundhaltung des Bürgermeisters und der im Rat der Stadt vertretenden Parteien. Kinder und Jugendliche haben Mitwirkungsrechte, die durch Gesetze auf folgenden Ebenen festgeschrieben sind: auf internationaler Ebene mit der UN-Kinderrechtskonvention, auf der Ebene der Europäischen Union mit der "EU-Jugendstrategie" und auf der Bundesebene mit dem Grundgesetz, sowie dem SGB VIII, dem Kinder- und Jugendhilfegesetz.

Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bildet eine Grundlage für die Umsetzung des gesetzlichen Auftrages in der Jugendhilfe. Nur so können die Angebote lebensnah und bedarfsgerecht angepasst werden, um die jungen Menschen in ihrer individuellen Entwicklung zu fördern. Junge Menschen sollen Demokratie, Selbstbestimmung und Mitgestaltung (er)leben lernen. Demokratie leben lernen heißt auch Stärkung der Toleranzfähigkeit. In unserer heutigen, immer "bunter" werdenden Gesellschaft bilden gegenseitige Akzeptanz und Respekt voreinander elementare Voraussetzungen.

Aktive Kinder- und Jugendbeteiligung wird auch in präventiver Hinsicht immer wichtiger. Sie bedeutet also auch Zukunftssicherung. Das Heranwachsen von Frust, Ablehnung und Unkenntnis kann einen Nährboden für rechtsextremistische Einstellungen bilden. Demokratie muss gelebt und erfahren werden, um ihren wahren Wert zu erkennen und zu verteidigen.

Daher wurde in der Jugendhilfeausschusssitzung vom 15. November 2018 das Konzept zur Kinder- und Jugendbeteiligung in Brühl beschlossen, welches verbindliche Beteiligungsstrukturen beinhaltet und somit die Beteiligung von Kindern- und Jugendlichen in allen für sie relevanten Themenfeldern sicherstellt.


Live-Video-Chat mit Jugendlichen auf Instagram

Bürgermeister Dieter Freytag ist es ein großes Anliegen, Brühler Kindern und Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Da seine regelmäßig im Rathaus angebotenen Bürgersprechstunden nur wenig von jüngeren Menschen besucht werden, begibt sich der Bürgermeister dorthin, wo sich in der Regel viele Jugendlichen aufhalten – in die Sozialen Medien. Der Ende 2018 von der Stadt Brühl eingerichtete Instagram-Kanal bietet dafür die beste Möglichkeit.

Am 5. Juni, 10. Juli, 4. September und 2. Oktober 2019 haben bereits Jugend-Live-Chats auf Instagram mit dem Bürgermeister stattgefunden. Das Stadtoberhaupt stellte sich eine halbe Stunde lang den Fragen der Jugend. Unterstützung erhielt er dabei durch die Vorsitzende des Stadtjugendrings Brühl Janine Sekic sowie von Jürgen Frädrich, Leiter der Abteilung "Jugendhilfeplanung, Schulsozialarbeit, Jugendförderung und Demographie" der Stadt Brühl (am 5. Juni und 10. Juli), von Streetworker Jörg Preßer (am 4. September) und Sarah Kassan vom Passwort Cultra (2. Oktober).

Der nächste Video-Chat findet am 6. November 2019 von 16:30 bis 17:00 Uhr auf dem offiziellen Instagram-Kanal der Stadt Brühl (@stadtbruehl) statt. Teilnehmen können alle Brühler Jugendlichen, Schülerinnen und Schüler ab 13 Jahren. Der Stream kann in der App verfolgt und von den Teilnehmenden live kommentiert werden. Alle Fragen und Kommentare werden dem Bürgermeister direkt angezeigt.

Der erste Live-Video-Chat zum Nachsehen

Live-Video-Chat vom 5. Juni 2019


Weitere Informationen

Vorlage zum Konzept der Kinder- und Jugendbeteiligung in Brühl [PDF]

Konzept zur Kinder- und Jugendbeteiligung in Brühl [PDF]

Stadt Brühl

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