Schwerbehinderte

Die Behindertenbeauftragte der Stadt Brühl ist Ihre Ansprechpartnerin in allen Belangen, die Menschen mit Behinderung betreffen. Sie berät in Schwerbehindertenangelegenheiten, bei der Antragstellung nach Schwerbehindertenrecht (§ 69 SGB IX), in Sachen Schwerbehindertenausweis Widerspruchsverfahren, Vermittlung von Organisationen, Institutionen und  Selbsthilfegruppen, die Menschen mit Behinderung in ihren Rechten vertreten.

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Tätigkeit ist darauf gerichtet, den Lebensraum von Menschen mit Behinderung in Brühl barrierefrei zu gestalten und diesen damit eine selbstständige, selbstbestimmte Lebensführung und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Hierbei arbeitet die Behindertenbeauftragte sehr eng mit den städtischen Fachämtern für Bauen und Umwelt sowie Bauordnung, Abwasser und Tiefbau zusammen.

Zum 1. Januar 2004 ist das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG NRW) in Kraft getreten. Es verpflichtet die Kommunen, sich aktiv für Menschen mit Behinderung einzusetzen. Inklusion ist dabei ein langfristig zielgerichteter Leitgedanke und ein Thema aller verantwortlich handelnder Personen in der Verwaltung und politischen Interessenvertreterinnen und Interessenvertretern. Die Umsetzung erfolgt mit Einbindung und Beteiligung der Menschen mit Behinderung.

Beförderungsscheine für Schwerbehinderte

Die Stadt Brühl gewährt Menschen mit erheblichen Mobilitätseinschränkungen unter bestimmten Voraussetzungen einen Fahrtkostenzuschuss. Fahrten, die in die Zuständigkeit anderer Kostenträger wie zum Beispiel der Krankenkasse fallen, sind von der Bezuschussung ausgeschlossen. Berechtigt zur Teilnahme am Fahrdienst sind Menschen mit Behinderung, die in ihrer Bewegungsfähigkeit derart beeinträchtigt sind, dass ihnen die Benutzung anderer Verkehrsmittel nicht oder nur unter sehr großen Erschwernissen zuzumuten ist.

Eine weitere Voraussetzung in der Inanspruchnahme des Fahrdienstes ist der Besitz des "Brühl-Passes", dessen jährliche Gültigkeit nachgewiesen werden muss.

Als Nachweis für die Behinderung ist der Bescheid des Versorgungsamtes des Rhein-Erft-Kreises oder ein amtlicher Schwerbehindertenausweis mit einem Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 80 v.H. und mindestens einem der gewährten Nachteilsausgleiche „aG“, “TBL“ oder „H“.

Unter den vorgenannten Voraussetzungen beteiligt sich die Stadt mit bis zu 41 Euro pro Monat an den Fahrtkosten bei Anbietern, die eine entsprechende Vereinbarung bzgl. der Abrechnungen getroffen haben. Aktuell nimmt in der Stadt Brühl ein Fahrdienst die Beförderungsscheine entgegen.

Der Antrag auf Gewährung der Beförderungsscheine ist persönlich oder schriftlich bei der Stadt Brühl, Hedwig-Gries-Str. 100, Frau Palmersheim (Telefon 02232-794580, E-Mail: upalmersheim@bruehl.de) zu stellen.


Rhein-Erft-Kreis zuständig für Schwerbehindertenausweise

Für die amtliche Feststellung von Behinderungen sowie das Ausstellen oder Verlängern von Schwerbehindertenausweisen gemäß § 69 Sozialgesetzbuch IX ist der

Rhein-Erft-Kreis
Der Landrat
Versorgungsamt (FB50/1)
Willy-Brandt-Platz 1
50126 Bergheim

zuständig, soweit die Bürgerinnen und Bürger in Bedburg, Bergheim, Brühl, Elsdorf, Erftstadt, Frechen, Hürth, Kerpen, Pulheim oder Wesseling wohnen.

Für telefonische Anfragen und persönliche Vorsprachen ist eine zentrale Auskunfts- und Beratungsstelle für Schwerbehindertenangelegenheiten eingerichtet worden.

Kontakt
Telefon: 02271 83-45024 oder 83-45031
Fax: 02271 83-35011
E-Mail: schwerbehindertenangelegenheiten@1df042a3aca64939b074f889af782c77rhein-erft-kreis.de
www.rhein-erft-kreis.de

Schwerbehinderten-Antrag online stellen (ELSA.NRW)

Menschen mit Behinderung können einen Schwerbehinderten-Antrag auch per Internet stellen. Die Versorgungsverwaltung NRW bietet hierfür die Internetanwendung ELSA.NRW ( Elektronischer Schwerbehinderten-Antrag). In dem Portal erhalten Betroffene Informationen zu gesetzlichen Regelungen, zum Schwerbehinderten-Ausweis und zu möglichen Hilfen für behinderte Menschen.

Schwerbehinderten-Antrag online
Antrag / Änderungsantrag auf Feststellung eines (höheren) Grades der Behinderung, Feststellung von Merkzeichen und Ausstellung eines Schwerbehindertenausweises.

Parkausweis für Schwerbehinderte

Schwerbehinderte Menschen sowie diesen gleichzustellende Personen erhalten unter gewissen Voraussetzungen einen Parkausweis. Es wird hierbei in verschiedene Parkausweise mit verschiedenen Berechtigungen unterschieden:

Blauer EU einheitlicher Parkausweis:

Der blaue EU-einheitliche Parkausweis berechtigt zum Parken auf gekennzeichneten Parkplätzen für Menschen mit Behinderung.

Wer bekommt diesen Ausweis?

• schwerbehinderte Menschen mit außergewöhnlicher Gehbehinderung („aG“)
• blinde Menschen
• schwerbehinderte Menschen mit beidseitiger Amelie oder Phokomelie oder
vergleichbaren Funktionseinschränkungen

Welche Unterlagen sind erforderlich?

• Schwerbehindertenausweis mit Eintrag aG oder Bl, bei Phokomelie und Amelie (ohne besonderen Eintrag)
• Passbild
• Personalausweis oder Meldebescheinigung

Orangener bundeseinheitlicher und NRW-Schwerbehindertenparkausweis

Der orange bundeseinheitliche NRW-Schwerbehindertenparkausweis sieht eine Vielzahl von Parkerleichterungen für schwerbehinderte Menschen vor. Das Parken auf speziellen Parkplätzen für Menschen mit Behinderung ist jedoch nicht gestattet.

Wer bekommt diesen Ausweis?

• Schwerbehinderung mit Merkzeichen G und B im Schwerbehindertenausweis und einem anerkannten Grad der Behinderung von mindestens 80 allein für Funktionsstörungen an den unteren Gliedmaßen (und der Lendenwirbelsäule, soweit sich diese auf das Gehvermögen auswirken)
• Schwerbehinderung mit Merkzeichen G und B im Schwerbehindertenausweis und einem Grad der Behinderung von wenigstens 70 allein für Funktionsstörungen an den untern Gliedmaßen (und der Lendenwirbelsäule, soweit sich diese auf das Gehvermögen auswirken) und gleichzeitig ein Grad der Behinderung von mindestens 50 für Funktionsstörungen des Herzens oder der Atmungsorgane
• Erkrankung an Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa mit einem hierfür anerkannten Grad der Behinderung von mindestens 60
• Stomaträger mit doppeltem Stoma (künstlicher Darmausgang und Harnableitung) und einem hierfür anerkannten Grad der Behinderung von mindestens 70.

Welche Unterlagen sind erforderlich?

• Kopie des Schwerbehindertenausweises
• Kopie des Feststellungsbescheides des ausstellenden Versorgungsamtes; falls nicht vorhanden, eine Befreiung von ärztlicher Schweigepflicht im Falle einer Ablehnung
• Bei Verlängerung: Zusätzlich der abgelaufenen Parkausweis


Parkausweise, Ausnahmegenehmigungen, Schwerbehindertenparkausweis
Frau Kollin
Uhlstraße 3, Zimmer A 014a
50321 Brühl
Telefon: 02232 - 79 3630
Fax: 02232 - 79 3610
ckollin@4a2377c15c1943aa8f84ed0134ae6923bruehl.de

Informieren Sie sich über freie Behindertenparkplätze auf dem Brühler Stadtgebiet

"Wege Rhein-Erft" – Wegweiser für Menschen mit Behinderung

In der kostenlosen Broschüre "Wege Rhein Erft" werden über 300 barrierefreie Angebote im Rhein-Erft-Kreis aufgelistet. Dazu gehören Einrichtungen wie Rathäuser, öffentliche Toiletten oder auch Kirchen, behindertengerechte Arztpraxen und Freizeitmöglichkeiten. Nach Städten sortiert werden barrierefreie Angebote ausführlich beschrieben. Erfahren Sie, ob es Rampen gibt, ob die Klingeln für Rollstuhlfahrer erreichbar sind oder ob der Aufzug Sprachansagen bietet.

Informieren Sie sich in der Broschüre "Wegweiser für Menschen mit Behinderung im Rhein-Erft-Kreis"

Stadt Brühl

Uhlstraße 3

50321 Brühl

telefon:02232 79-0

fax:02232 48051